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caspischen MeereS gelten: eine Ansicht, welche die Ptole-inäischc Erdkunde nach fünfhundertjährigem Jrrthuine wieder-herstellte. Hcrodot und Aristoteles (der letztere schrieb seineÄlntoorologioa glücklicherweise vor den asiatischen Feld-zügen Alexanders) hatten diese Abgeschlossenheit gekannt.Die Olbiopoliten, aus deren Munde der Vater der Ge-schichte seine Nachrichten schöpfte, waren vertraut mit dernördlichen Küste des caspischen Meers zwischen der Kuma, derWolga (Rha) und dem Jaik (Ural). Nichts konnte dort beiihnen die Idee eines Ausflusses nach dem Eismeere anregen.Ganz andere Ursachen der Täuschung boten sich dem HeereAlexanders dar, welches über Hckatompylos (Damaghan)in die feuchten Waldungen des Mazendcran herabstieg unddas caspische Meer bei Zadrakarta, etwas westlich von demjetzigen Asterabad, sich endlos gegen Norden hindehnen sah.Dieser Anblick erzeugte, wie Plutarch in dem Leben Alexan-ders erzählt, zuerst die Vermuthung, das gesehene Meersei ein Busen des Pontus.^ Die macedonische Expedition,im ganzen wohlthätig für die Fortschritte der Erdkunde,führte zu einzelnen Jrrthümern, die sich lange erhaltenhaben. Der Tanais wurde mit dem Jarartes (HerodotsArares), der Kaukasus mit dem Paropanisus (Hindu-Kho)verwechseln Ptolemäus konnte durch seinen Aufenthalt inAlexandrien sichere Nachrichten aus den Ländern, welchedas caspische Meer zunächst umgrenzen (aus Albanien,Atropatenc und Hyrcanien), wie von den Zügen der Aorserhaben, deren Kameele indische und babylonische Waarenzum Don und zum schwarzen Meere führten^. Wenn er,gegen Herodots richtigere Kenntniß, die große Are descaspischen Binnenmeeres von Westen gegen Osten gerichtet