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mit der ursprünglichen Frische eines reinen jugendlichen Ge-müthes, die vielgestaltete Natur in den feuchten Gebirgs-tälern der Tropenwelt lebendig aufzufassen?
Jene herrlichen Regionen sind bisher meist nur vonReisenden besucht worden, denen Mangel an früher Kunst-bildung und anderweitige wissenschaftliche Beschäftigungwenig Gelegenheit gaben sich als Landschaftmaler zu ver-vollkommnen. Die Wenigsten von ihnen wußten bei dembotanischen Interesse, welches die individuelle Form derBlüthen und Blätter erregte, den Totaleindruck der tropi-schen Zone aufzufassen. Oft wurden die Künstler, welchegroße auf Kosten des Staats ausgerüstete Erpeditionen be-gleiten sollten, wie durch Zufall gewählt, und dann unvor-bereiteter befunden, als es eine solche Bestimmung erheischt.Das Ende der Reise nahete dann heran, wenn die Talent-volleren unter ihnen, durch den langen Anblick großer Natur-scenen und durch häufige Versuche der Nachbildung, ebenangefangen hatten eine gewisse technische Meisterschaft zuerlangen. Auch sind die sogenannten Wcltumseglungenwenig geeignet den Künstler in ein eigentliches Waldlandoder zu dem oberen Laufe großer Flüsse, und auf den Gipfelinnerer Gebirgsketten zu führen.
Skizzen, in Angesicht der Naturscenen gemalt, könnenallein dazu leiten den Charakter ferner Weltgegenden,nach der Rückkehr, in ausgeführten Landschaften wieder-zugeben; sie werden es um so vollkommner thun, alsneben denselben der begeisterte Künstler zugleich eine großeZahl einzelner Studien von Baumgipfeln, wohlbelaubten,blüthenreichen, fruchtbehangenen Zweigen, von umgestürztenStämmen, die mit Pothoö und Orchideen bedeckt sind, von