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Sinn. Ein bewegtes öffentliches Volksleben zog ab vonder dumpfen schwärmerischen Versenkung in das stille Treibender Natur; ja den physischen Erscheinungen wurde immereine Beziehung auf die Menschheit^ beigelegt, sei es in denVerhältnissen der äußeren Gestaltung oder der inneren an-regenden Thatkraft. Fast nur solche Beziehungen machtendie Naturbetrachtung würdig unter der sinnigen Form desGleichnisses, als abgesonderte kleine Gemälde voll ob-jektiver Lebendigkeit in das Gebiet der Dichtung gezogen zuwerden.
Zu Delphi wurden Frühlingspäane" gesungen,wahrscheinlich bestimmt die Freude des Menschen nach derüberstandencn Roth des Winters auszudrücken. Eine natur-beschreibende Darstellung des Winters ist den Werkenund Tagen' des Hesiodus (vielleicht von der fremdenHand eines späteren ionischen Rhapsoden?) eingewebt. Inedler Einfachheit, aber in nüchtern didactischer Form giebtdies Gedicht Anweisungen zum Feldbau, Erwerbs- undArbeitsregeln, ethische Mahnungen zu tadellosem Wandel.Es erhebt sich ebenfalls zu mehr lyrischem Schwünge nur,wenn der Sänger das Elend des Menschengeschlechtsoder die schöne allegorische Mythe des Epimetheus und derPandora in ein anthropomorphisches Gewand einhüllt. Auchin der Theogonie des Hesiodus, die aus sehr verschiedenenuralten Elementen zusammengesetzt ist, finden sich mehrfach,z. B. bei Aufzählung der Nereiden^, Naturschilderungendesneptunischen Reichs unter bedeutsamen Namen mythischerPersonen versteckt. Die böotische Sängerschule und über-haupt die ganze alte Dichtkunst wenden sich den Erscheinungender Außenwelt zu, um sie menschenartig zu personificiren.