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umschlossenen Flache erhaben und sehr steil. Feiner Wilhelm I. zuEhren des thätigen Astronomen Landgrafen Wilhelm von Hessenkassel sogenannt, 10 Meilen im Durchmesser und 10400 Fufs tief. Die aufseror-dentliche Menge Crater auf und an seinem Walle wie im Innern, gebenihn ein sehr buntes Ansehen; sie sind fast alle sehr tief, und der westlichnach Tycho zu liegende hat 9144 Fufs Tiefe. Weiter nach Süden Longo-montanus von 19f Meilen Durchmesser, 12490 Fufs unter seinem Ost-und 13G45 Fufs unter seinem Westwalle, übrigens von zahllosen kleineren(und wahrscheinlich späteren) Bildungen fast zerstört, besonders im Nord-osten. Viele dieser letztem (nicht Longomonton selbst) sind im Vollmondesichtbar. Breite Lichtstreifen ziehen hier in grofser Anzahl gegen Ostenbis gegen Hainzel und Capuanus hin, wo sie sich allmählich verlieren.
§. 108.
Nördlich von Tycho, jenseit der bereits erwähnten wild zerrissenenMassen eine etwas besser kenntliche, mit mehr als 100 Cratern allerGröfsen besetzte Landschaft, und weiterhin der kolossale Clav ius, 31 M.im Durchmesser und 750 Quadratineilcn im Flächeninhalt, mit einem stei-len, fast mauerähnlichen, aber irregulären Hauptwall, im W. 157S0 Fufsüber dem Innern und 11724 Fufs über seine Vorterrassen liegend. In sei-nem Innern liegen grofse Crater, die noch viel tiefer herabgehen, so dafshier Niveaudifferenzen von 22000 Fufs Vorkommen. Nichts geht über diePracht eines Sonnenaufgangs im Clavius, wie man ihn 24 — 36 Stundennach dem ersten Viertel sicht. Die genauere Beschreibung dieser inter-essanten Landschaft mufs in der Selcnographie §. 297. nachgesehen werden.
Doluc, das mittelste und gröfsto von drei symmetrisch verbunde-nen Ringgebirgen, mitten in einer Landschaft voll der interessantestenObjekte, die aber sämmtlich äufserst fein sind.
Maginus, gleichsam eine ungeheure Ruine; denn das alte Ring-gebirge, von 13536 Fufs Wallhöhe, ist zertrümmert und gleichsam aufge-löst in mehr als hundert einzeln erkennbare Kämme, Gipfel, Schluchten,Rillen, Crater, Ausläufer und Terrassen. Eine dieser Rillen durchziehtfünf Craterliefen auf ihrem kaum 6 Meilen langen Wege. Der Central-berg ist sehr klein, doch aber deutlich und scharf abgesetzt. Die einzel-nen Lichtpunkte, welche man hier beim Auf- oder Untergange der Sonnebald nach dem ersten und letzten Viertel erblickt, sind fast unzählbar undkönnen aufmerksamen Beobachtern, welche die Eigentluimlichkeitcu derMondgebilde kennen zu lernen wünschen, vor allen empfolilen werden.
§. 109.
Im W. des Tycho findet sich zunächst, unter mehreren ähnlichenGebilden, das Iiinggebirgc Pictet, und weiterhin SaussureQ, durchwelchen die auf ihn treffenden Lichtstreifen nicht) hindurchziehen, son-dern absclzen und am jenseitigen Walle wieder anfangen (das einzigeBeispiel dieser Art bei gröfseren Ringgebirgen). In dieser Gegend mehrere Cra-ter und eine Anzahl äufserst feiuer Hügel, und nördlicher Oyontius, eine