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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
Entstehung
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dafs man die feineren und lichlschwachen Objekte des Himmels werdeunterscheiden können, desto besser auf der jenseitigen, wo alle Nächte diegleiche Dunkelheit haben und die Dauer der Nacht selbst durch Dämme-rung wenig oder gar nicht verkürzt wird. Überhaupt vereinigen siehviele Ursachen, welche bewirken, dafs der Mond in Bezug auf Beobach-tung der Gestirne außerordentliche Vorzüge vor der Erde voraua hat, so-wohl was das ungestörte, bequeme und deutliche Wahrnehmen der Ob-jekte, als auch die gröfsere Genauigkeit der Resultate betrifft. Die Rech-nungen werden dagegen dort schwieriger sein, da die verwickelte Mond-bahn auf alle beobachteten Örter Einflufs hat, und die Erdbewegung ohne-hin schon, eben so wie bei uns, berücksichtigt werden mufs. Ebenso kann man auf dem Monde die Erde weit besser und vollständiger ab-zeichnen, als umgekehrt von der Erde aus den Mond. Ja viele Gegendenunsrer Erde, welche wir noch gar nicht oder sehr dürftig kennen, machendort keine gröfsere Mühe als die andern. Die Erdpole sicht man sehrdeutlich, und nicht blos im Rande, sondern zu Zeiten bis zu 28° nachder Mitte zugerückt.

Zweiter Afrsclmitt.

niessangen auf der Oberfläche des Mondes.

§. 25.

Unsere Beobachtungen der Himmelskörper sind zweierlei Art. Ent-weder wir betrachten den Körper nur als Ganzes und suchen den Ortzu bestimmen, den er an der Ilimmelskugel einnimmt, welchen Ort wirstets auf sein Centrum beziehen, auch wenn wir nicht dieses unmittelbar,sondern einen oder beide Ränder des Körpers beobachten. Fast alles imvorigen Abschnitt Gesagte ist aus Beobachtungen dieser Art gefolgert.Oder wir suchen die einzelnen Theile der Oberfläche eines Weltkörperszu unterscheiden, ihre gegenseitige Lage zu ermitteln, kurz ein Bild des-selben zu erhalten. Die nothwendige Grundlage eines solchen Bildes sindMessungen, welche die zu unterscheidenden Punkte nach ihrer graphischenLänge und Breite bestimmen und die Distanzen, Gröfse und Gestalt dereinzelnen Objekte angeben. Nur bei wenigen Himmelskörpern kann über-haupt von solchen speciellen Beobachtungen die Rede sein, der zu gerin-gen scheinbaren Durchmesser und andrer Umstände wegen; und eine to-pographische Darstellung wie sie für den Mond möglich ist, kann von kei-nem andern Weltkörper aufser der Erde gegeben werden.

Gleichwohl hat auch beim Monde eine Darstellung dieser Art grofse