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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
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irregulär begrenzto Landschaft, in welcher mehrere sehr steile AbstürzeVorkommen. Ferner Nasired diu, 9000 Fufs tief, nebst einem fast gleichgrofsen nördlich anliegenden von 10308 Fufs Tiefe, endlich Lexell,7236 Fufs tief und nach einer Seite ganz, offen, so dafs nur die innereTerrasse als Begrenzung übrig bleibt, die zwar breit aber ziemlich niedrigist. Nahe bei Lexell zeigt sich im Vollmonde ein Lichtlleck von bedeu-tender Grijfse und alles weit umher überglänzend, aber unbestimmt begrenzt.Das Terrain, dem er augehört, ist fast völlig eben.

§. 110 .

Vom Walter unter 35° S.B. bis zum Ptolemäus unter 6° S.B. ziehtsich eine nur in der Mitte etwas unterbrochene Kette beträchtlicher, ein.ander sehr ähnlicher Wallebenen hin, die zur Seite von grofsen Riugge-birgen begleitet werden, und die ziemlich nahe mit dem mittleren Mond-meridian zusammenfallen, daher zur Zeit des Mondviertels am bestenbeobachtet werden können. 63 Grad westlicher und eben so 63 Gradöstlicher, zeigen sich ähnliche Ketten grofser Wallebenen, gleichfalls aufMeridianen fortziehend: eine Symmetrie, welche schwerlich blofser Zufallist. Die Ilauptglieder der mittleren Kette sind Walther, Ilegiomon-tanus, Purbach, Arzachel, Alphons Q und Ptolemäus Q; die dreiletzteren werden nicht mehr von den Streifen des Tycho getroffen. IhreWälle sind nicht einfach, zuweilen ziehen drei Ketten nebeneinander fort,die Terrassen ungerechnet. Nur Alphons hat einen bestimmten Cenlral-berg, 3654 Fufs hoch und pikförmig; doch stehen in allen eine grofseZahl von Bergen und Cratern. Ptolemäus ist die grüfste dieser Wallebe-nen, sie hat 24 Meilen Durchmesser und gegen 400 QuadratmeilenFlächeninhalt. Bei recht günstiger Luft, welche starke Vcrgröfserungengestattet, sieht man um die Zeit des Sonnenaufgangs über Ptolemäus dieganze Fläche gleichsam blasig und mit einer Menge flacher Landwellcn be-deckt. In der Nähe des Alphons sieht man mehrere scharf begrenzteschwärzliche Stellen und auch zwei kleine LichtUecke, die einen wie dieandern völlig im Niveau der Ebene liegend und nur im Vollmonde zuunterscheiden.

Die Höhe dieser Wälle ist durchschnittlich 5000 8000 Fufs, denhöchsten Gipfel zeigt Arzachel an seiner Westseite: er ragt 12750 Fufsempor. Indefs sind Höhenmessungen hier schwierig und nur für wenigePunkte ausführbar.

§. 111 .

In der Umgegend dieser Wallebenen liegen grofse Riuggebirge:ThebitQ, in dessen Nähe eine Schnurgrade, 18 Meilen lange Bergwand,940 Fufs hoch, bemerkt wird, an deren südlichem Ende ein kleines, starkverzweigtes Gebirge liegt. Das Ganze hat das Ansehn eines mit einemkleinen Hirschgeweih verzierten Stockes. Alpetragius Q , über11290 Fufs tief, in dessen Nähe ein schönes Hochland. Diese beiden lie-gen östlich; nach N. zu, in der Umgegend des Ptolemäus, finden sich