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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
Entstehung
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E inleitung.

Allgemeine astronomische VorhegriiTc.

§. 1 .

JUer erste äufserlich sinnliclie Eindruck, den der Anblick des Ilim-melsraumos auf uns maclit, ist der eines Kugelgcwölbcs, und cs ist daheram leichtesten und natürlichsten, jede unmittelbare Beobachtung aufeine solche angenommene Kugel, in deren Mittelpunkt sich der Beobachterbefindet, zu beziehen und die beobachteten Crüfsen als Thcile dieserKugelo berflä ch e auszudrücken.

Zieht man um irgend welche Kugel einen Kreis so, dafs er dieOberfläche in zwei gleiche Thcile theilt, so heifst dieser ein gröfsterKreis. Der Mittelpunkt eines solchen grüfsten Kreises ist zugleichMittelpunkt (Centrum) der Kugel seihst, und denkt man sich einen Schnittnach der Richtung dieses Kreises durch die Kugel hindurchgeführt, sowird die Ebene, welche dadurch entsteht, auch die Kugel in zwei gleicheHälften theilen.

Es ist leicht cinzusehen, dafs man mehrere grüfste Kreise um eineund dieselbe Kugel ziehen kann, jeder derselben aber wird j<;den anderngrüfsten Kreis in zwei entgegengesetzten Punkten schneiden,welche man in der Astronomie Knoten nennt. Die Ebenen zweier grüfs-ten Kreise (wenn man sich wie oben, Schnitte hindurchgeführt denkt),haben die Linie mit einander gemein, welche die Knoten verbindet, unddie daher Knotenlinie genannt wird.

Denkt man sich im Mittelpunkte einer Kugel eine grade Linie, welchesenkrecht auf der Ebene eines grüfsten Kreises stellt, und verlängert dieseLinie nach beiden Seiten bis zur Oberfläche der Kugel, so heifst dieseLinie die Axe, und ihre beiden Endpunkte die Pole des betreffendengrüfsten Kreises. Die verschiedenen Axen schneiden sich im Mittelpunkteunter demselben Winkel, wie die Ebenen der grüfsten Kreise, zu denensie gehören.

Andere Kreise auf der Kugel, deren Ebenen nicht durch den Mit-telpunkt gehen, sind stets irgend einem der grüfsten Kreise der Kugelparallel, und heifsen deshalb Parallelkreise desselben; zieht man hin-gegen Kreise durch beide Pole eines gegebenen grüfsten Kreises ringsum die Kugel herum, so sind diese die Meridiane desselben. JederMeridian irgend welchen grüfsten Kreises ist selbst ein gröfster Kreis.

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