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benachbarten leicht verwechseln kann, hat 4£ Meile Durchmesser und seinInneres, was einen deutlichen Centralhcrg zeigt, liegt 3700 Fufs unterdem östlichen, 5070 hingegen unter dem westlichen Walle. Die Hügelum Archytas sind unbedeutend.
§. 73.
Das Mare Frigoris, was die vorhin erwähnten Landschaften vonSüden her begrenzt, erscheint als ein unbestimmter, hlafsgelhlicher odervielleicht grünlichgelber breiter Streifen, dessen erste Spuren sich schonhei Hercules und Endymiou zeigen, dessen Haupttheil aber erst hei Aris-toteles beginnt, und sich bis jenseit Plato zieht. Die Breite ist viel ge-ringer als die Länge, und überdies noch optisch um die Hälfte verkürzt.Bei nicht ganz günstiger Luft gewinnt cs fast das Ansehen eines schwachenNebclstreifens, wie er oft unserm Horizont sich zeigt. Der westlicheTheil ist stark von Bergadern durchzogen, weniger der östliche, der da-gegen reicher an Lichtstreifen ist, und dessen dunklere Färbung besserhervortritt.
Ein Nebentheil des Mare Frigoris ist der Lacus Mortis von mehrrundlicher Gestalt, 34 Meilen von W. nach O. und 31 Meilen von N.nach S. sich erstreckend. Seine Farbe ist nicht so dunkel als die der be-nachbarten gröfseren Mareflächcn, doch noch immer genügend unterscheid-bar, selbst in weniger günstigen Vollmonden. Jm Osten zeigt sich einhohes, aber kurzes Randgebirge, im Süden die beiden unregclmüfsigenVertiefungen Mason und Plana auf einem Hochlande, dessen niedrigeZweige sich weithin erstrecken. Im W. des Mason ist eine offne Stelle,ein Durchgang zum Lacus Somniorum, 3276 Fufs unter dem Hochlande desMason liegend, weiter westlich zeigen sich mehrere labyrinthisch verzweigteBergketten und endlich Hercules. Nach dem Mare Frigoris hin sieht mannur Bergadern und schwache Bergkränze, unter denen Baily nicht dergröfsle, aber der am besten sichtbare ist. Baily’s Bergkranz erhebt sichim W. 2000 Fufs über der äufsern und 2400 Fufs über der inuern Fläche. —Ein grofser breiter Lichtstreifen, der vom Menelaus kommt und das ganzeMare Serenitatis mitten durclwieht, setzt seinen Lauf in derselben Rich-tung auch durch den Lacus Mortis und weiter bis zum Thaies fort, je-doch so schwach, dafs er liier nur mit grofser Mühe erkannt wird, wäh-rend er im Mare Serenitatis schon in schwachen Ferngläsern gesehen wer-den kann.
Kurze schwache Hügelketten, meist in Meridianrichlung, durchzie-hen das Innere, und fast mitten im Lacus liegt das bedeutende Ringge-birge Bürg, weit nnd breit der augenfälligste Gegenstand und in mittlererLibration fast genau auf der Linie Hercules — Cassini. Es hat 6 MeilenDurchmesser, fällt sehr steil nach innen ab, hat fünf Wallgipfel, von de-nen einer im O. sich 6390 Fufs über die Tiefe und 3000 Fufs über denLacus erhebt, und einen starken Ccnlralberg. Die von Bürg auslaufendenBergadern sind kurz und schwer zu erkennen; seine nächste Umgebungist etwas heller als der übrige Theil des Lacus.
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