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gellt die Ringgebirgsform In eine andre verwandte über; cs sind netzartigverbundene Ilühcnzügc, welche zwischen sich quadratische, oblonge undpolygonale Flächen cinschliefsen, die unter sich nahe in gleichem Niveauzu liegen scheinen. Zu diesen Flächen gehört die Ebene des Arnold,nahe bei Democrit; so wie weiter nördlich die grofsen Ebenen des Dic-ton und Euctcmon, deren zum Theil ansehnliche Gebirge Zusammen-hängen. Der höchste Gipfel des Dicton hat etwa 5000 Fufs, und durchseine ansehnliche Ebene ziehen vier der oben erwähnten Lichtstreifen hin,die man auch noch schwach erkennen kann wenn die übrigen schon ver-schwunden sind.
Doch liegen auch mehrere Ringgebirge zwischen diesen Flächen.So Christian Dlayer von 4 DIcilen Durchmesser, und mehrere kleinerein seiner Nähe, in einer Gegend die mehrere kurze Rillen zeigt; fernerScoresby, ansehnlich tief und 7^ Meilen im Durchmesser haltend, aberschon stark verkürzt erscheinend, endlich Gioja, nur 22 DIeilen vomNordpole, von 5j DIeile Durchmesser, aber fast nur bei südlicher Mond-breite als Ringgebirge sichtbar.
§. 72.
Der Diond-Nordpol fällt zwischen zwei parallele Bergreihenvon denen unsre Karte nur die eine noch einigermafsen darstcllcn kann,in eine kleine Ebene. Er ist durch keine uns bemerkbare phy-sische Eigentümlichkeit von den übrigen Gegenden derKugel ausgezeichnet; die Gebirge veranlassen, wenn sie an den Dlond-rand treten, zwar merkliche, aber weit geringere Ungleichheiten als dieam Südpol. Ein Punkt der diesseitigen Kette ergab in zwei Dlessungsver-suchen eine Höhe von 9090 und 8602 (DIittcl 8846) Fufs über der Ebenedes Pols, die übrigen scheinen geringer zu sein. Die Gipfel dieser Ge-birge werden ewig von der Sonne beschienen und kennen keine Nacht(§. 20.) daher auch die Ebenen, und namentlich die des Poles, nur einensehr langsamen Wechsel zwischen Tag und Dämmerung empfinden.
Nichts spricht für eine Schneebedeckung der Polarge-gend. Schon die Farbenverschiedenheiten und namentlich die erwähntenLichtstreifen, deren freilich sehr schwache Spuren bis in den äufserstenNorden verfolgt werden können, machen das Dasein einer Schneezone,wie Erde und DIars sie zeigen, unwahrscheinlich. Die Polarebene zeigtin schräger Beleuchtung ganz dieselbe lichtgraue Färbung, wie die Ebenendieser Gegend, und in hoher denselben Lichtglanz.
Verfolgt mau vom Nordpole aus etwa den mittleren Dieridi.in, sofindet man bis zum Barrow hin weite Ebenen, von mittelhohen Gebirgenund schwachen Lichtstreifen sparsam durchzogen. Barrow, mehr Qua-drat als Kreis, hat ein ansehnliches, in einzelnen Punkten bis zu 8800 Fufsansteigendes Wallgebirge. DIchrcre Bergketten von geringer Höhe ziehenvom Barrow aus nach allen Seiten; ein bedeutenderes zeigt sich weitersüdlich, einen grofsen Bogen zwischen Chr. Dlayer und Archytas bildend.Archytas, den man wegen seiner grofsen Ähnlichkeit mit mehreren
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