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Gegend mehrere, aber auch zwei äußerst schroff absliirzende unil Jäherseilen ganz schattcnfreie Cralcr, einer südlich vom Hercules, der andrewestlich vom Atlas.—■ Die Ringgebirge Ccphcus und Franklin, 6 und7 Weilen im Durchmesser, sind gleichfalls ansehnlich hoch und steigengegen 8-100 Fufs über die innere Flüche empor. Auch Ringgebirge, diean einer Seite offen sind, und gleichsam eine Hufeiscuform darslcllen, lin-den sich mehrere in dieser Gegend.
Die schöne und regelmäfsige Ringfläche ßerzelius liegt etwa1000 Fufs unter ihrem Walle, der gegen die hart an ihm vorüberziehen-den hohen Gebirge bedeutend zurücksteht. Ehen so ist der etwas kleinereIlook im Vollmonde nicht zu finden. Cratcr von kleinerem Umfangesind dagegen oft tiefer und besser sichtbar.
Im äufsersten Westen, vom 54° — 64° der Breite, bemerkt man,jedoch nicht in allen Vollmonden, einen dunklen Fleck, bedeutend gröfscrals der des Eudymion, nur nicht so tiefgrau als dieser, und man kann,wenn die Lihration günstig ist, in schräger Beleuchtung wahrnehmen, dafshier eine grol'se, von Hochgebirgen umschlossene, 42 Meilen lange Ebeneliege, die wahrscheinlich noch in die jenseitige Halbkugel hinüberreichtund deren diesseitiger Theil etwa 39 Meilen Breite hat. Es ist das Marellumboldlianum. Die Gebirge scheinen, der unebenen Gestalt desRandes nach zu urtheilen, gegen 15000 Fufs Höhe zu haben. Doch kom-men in ihnen auch sehr niedrige Strecken, und mannichfaltige Unterbrech-ungen, besonders durch grofse Cralertiefen, vor. — Die Ursache des sosehr verschiedenartigen Anblicks, welchen dieses Mare gewährt, indem eshäufig gar nicht zu unterscheiden ist, rührt einzig von der verschiedenenBeleuchtung und Lihration her.
§. 71 .
Die Gegenden, welche vom 60° und 65° der Breite nach dem Nord-pole zu liegen, und die man der Analogie nach arktische Landschaftennennen könnte, erscheinen im Ganzen in sehr starkem Lichte. Dies wirdbesonders durch ein System von Lichtstreifen bewirkt, welches im lling-gebirge Anaxagoras seinen Centralpnnkt hat, und sich über diese Ge-gend weithin verbreitet. Meistens sind diese Streifen gradlinigt, alleinauch wo dies nicht der Fall ist, nehmen sie doch eine von den Gebirgenwie von den Terrainverhällnisscn überhaupt ganz unabhängige Richtung,und man sieht sie auch fast nur, wenn von den Gebirgen selbst nichtszu sehen ist, in oder nahe beim Vollmonde. Wir würden dieses ansehn-liche Strahlensyslem besser sehen, wenn es wie das des Copernicus näheran der Milte läge, während cs jetzt in manchen Vollmonden, besondersbei starker nördlicher Mondbreite, so gut als unsichtbar ist.
Wir bemerken unter den Ringgebirgen zuerst Strabo, Thaiesund Democritus, an denen das erste in einem Wallgipfel 10000 Fufsüber die innere Fläche emporsteigt, die beiden andern, obgleich ziemlichsteil, nur etwa die Hälfte dieser Tiefe haben. Südlich in der Nähe dieserRinggebirge liegt ein grofser Bergkranz, Gärtner. Nach Norden zu aber