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7 Meilen Durchmesser; an seiner Seite ein starkglänzender Punkt, dersich in schräger Beleuchtung als Berggipfel darstellt,
Mercurius, im 'Vollmonde wenig ausgezeichnet und 7‘200 Fufsunter seinem Walle vertieft, in einer wilden chaotischen ßerggegend. Nurim Norden zeigt sich eine helle, ziemlich freie Ebene. UnregelmäfsigeGebilde von allerlei Formen, die man kaum mehr Ringgebirge nennenkann, liegen in dieser Gegend häufig, besonders westlich dem Mond-rande zu.
Den Schlufs dieser grofsen Ringgebirgslandschaft nach N. zu machtEndymion von 17 Meilen Durchmesser, ein sehr kenntlicher Gegenstand.Im Vollmonde erscheint er als grofser dunkler Fleck, doch ist nicht dasganze Innere so dunkel. Das Wallgebirge ist höchst labyrinthisch, undseine Höhe wechselt, nach unsern Messungen, von 7100—11300 Fufs.Es ist in jeder Beleuchtung gut erkennbar, in schräger Beleuchtung durchdie grofsen Gebirgsschatten, im Vollmonde durch den dunklen Fleck. Wenner in Folge der Libration dem Rande näher als gewöhnlich liegt, so istauch diese Dunkelheit geringer.
Die Gegend um Endymion bietet vieles Merkwürdige dar. West-lich zeigt sich ein weitverbreitetes hohes Gebirge, in dem aber Höhen -Messungen nicht mehr mit Erfolg angestellt werden können, und an undneben demselben mehrere grofse Crater. Im Osten dagegen gewahrt maneine hüglige Landschaft, in denen kein Berg über 1600 Fufs emporsteigt,und wo sich mehrere kleine Rillen und Thalspalten befinden, welche einerübereinstimmenden Richtung folgen,. obgleich sie weit von einander ent-fernt, und durch Bergzüge von ganz verschiedner Richtung getrennt sind.
§. 70.
Betrachten wir den östlichen, bequemer sichtbaren Tlieil dieserRinggebirgslandschaft, so treffen wir auf zwei einander sehr ähnliche undfast zusammenhängende Ringgebirge, Atlas und Hercules, resp. 12 und10 Meilen im Durchmesser haltend und beide etwa gleich tief (10200 Fufsunter dem westlichen Walle, der bei beiden etwas höher zu sein scheintals der östliche. Atlas hat im Innern eine Hügelreihe mit einem ziemlichkenntlichen Centralberg, fast wie im Messala; Hercules dagegen einen et-was excenlrisch liegenden grofsen und hellen Crater. Zahlreiche Gebirgeumgeben beide Flächen, aber, wie in solchen Fällen gewöhnlich, vonweit geringerer Höhe als die erwähnten Ringwälle. So liegen die Zügezwischen Hercules und Atlas mit ihren Gipfeln noch etwa 3400 Fufs un-ter dem Walle des letztem. Auch im Vollmonde sieht man diese Gebildenoch recht gut, obwohl in ganz veränderter Färbung. Alsdann bemerkt manauch links (westlich) neben Atlas einen sehr hellglänzenden Fleck, deraber nur einem unbedeutenden Berge und einigen benachbarten Hügelnangehört, die man in schräger Beleuchtung nur mit Mühe findet.
Schwer hält cs (aufscr in sehr schräger Beleuchtung) das Ringge-birge Oersted zu sehen, das zwar eine äufserst regclmäfsige Form, aberkaum 900 Fufs Höhe hat. Ähnliche flache Ringe zeigen sich in dieser