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§. 69.
Dagegen finden sich im Nordwesten und Norden des Mare, Ins indie Gegend des Endymion hin, dio grauen Tieflluiler nur sparsam undvon geringer Gröfse, auch weniger eigentliche Bergketten, vielmehr einesehr grofse Menge lünggebirgsformen, deren mehrere zu den beträchtlich-sten der Mondlläche gehören. Zuerst der gewaltige Cleomedes von17 Meilen Durchmesser, 9100 Fufs Höhe des östlichen und 8200 Fufs deswestlichen Walles, und an ihn gelehnt der noch schroffer abstiirzemleTr all cs von 12850 Fufs Tiefe. Im Cleomedes findet sich eine grofseMannichfaltigkeit einzelner Berge und Crater, die auch im Vollmonde be-deutende Verschiedenheiten des Lichtglanzes verursachen. Nach Westenzu liegen Oriani, Plutarch und Seneca, schwierig zu beobachten;die beiden letztem mit Ccntralbergen. Ihre Umgebung ist fast eben. Wei-ter nach Norden zu die beiden sehr ähnlichen Hahn und Berosus, cr-stercr 9096, letzterer 10730 Fufs unter ihren Wällen vertieft. In beidenllinggcbirgen zeigt sich nach innen Terrassenbildung. Nördlich vom Cleo-medes zeigt sich der unrcgelmäfsig geformte Burckhardt von 7| MeilenDurchmesser, dessen Wall im Nordosten eine Höhe von 11900 Fufs, imSüdosten aber kaum halb so viel zeigt. Noch ansehnlicher ist die Tiefedes Geminus, der fast ganz kreisförmig, 11-| Meilen grofs und im We-sten von.einem 15690 Fufs hohem Walle umgeben ist (der östliche hat11570 Fufs). Seine beiden Ccntralberge dagegen sind schwach und schwerzu sehen.
Auch der im Westen des Geminus liegende Bernouilli ist an-sehnlich tief (11870 Fufs) und kleinere Tiefen ähnlicher Bildung findensich noch manche in dieser Gegend. Merkwürdig sind auch noch mehrereSpalten (offne Längcnthäler), welche sich in dieser Gegend fast alle inMeridianrichtung toriziehen und einigemale an Cratern enden. Sie schei-nen auf eine in dieser Richtung fortwirkende Kraft zu deuten, welche beiAusbildung der Mondoberfläche von Innen heraus ihälig war.
Gauss, am äufsersten Mondrande gelegen und 24 Meilen im Durch-messer haltend; eine der schönsten Wallebenen des Mondes, besonderswenn man sie zu der Zeit betrachtet, wo die Sonne über ihrer langenCentralkette auf- oder untergeht. Überhaupt finden sich nur in sehr we-nigen Wullebenen so ansehnliche Centralkellen als im Gauss.
Messala ist kreisförmig, hält 15 Meilen im Durchmesser, hat abernur 3360 Fufs Höhe des Walles, da wo er am höchsten ist; auch wirddieser Wall von Querschluchten mehrmals unterbrochen, so wie von fünfkleinen Cratern. Die innere Fläche gewährt in schräger Beleuchtung ei-nen schönen Anblick. Eine Kette kleiner Iliigel zieht von N. nach S. hin-durch; ihre Böschung mufs sehr sanft sein, da man fast nie etwas vonihrem Schatten bemerkt. An Messala schliefst sich die etwas unregel-mäfsige 8 Meilen grofse Ringfläche Schumacher, deren Tiefe noch ge-ringer ist, und im Westen liegt Struve, eine von unregelmäfsig grnppir-ten Bergen umschlossene, im Vollmonde sehr dunkle Ebene von etwa