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karte aufgefunden worden. Sie sind weniger allgemein verbreitet als dievorhin erwähnten Formen, sondern auf einzelne Gegenden beschränkt;meistens Ebenen in der Nähe von Gebirgen, oder im niedrigem Berglandeselbst, cinigemale auch in Ringgebirgen. Das zahlreichste Rillensystemscheint das auf der Mondmitte in der Umgegend des Triesnecker zu sein.In den beiden gegenüberliegenden Winkeln des Mare Iluinorum, so wiezwischen Capella und Guttenberg und im Mare Trantjuillitatis werdengleichfalls mehrere, und meistens untereinander parallel, angetroffen; au-fserdem sind einzelne hin und wieder zerstreut. Ihre sehr geringe Breiteist hauptsächlich die Ursache des schwierigen Erkennend.
Mehrere Rillen ziehen deutlich durch Crater hindurch, entweder sodafs die Crater als blofse rundliche Erweiterungen der Rille erscheinen,oder (wie beim Hyginus bestimmt der Fall ist) so dafs die Rille ihrebeiden parallclon Wälle auch durch den Crater hin fortsetzt und diesedadurch in zwei gesonderte Stücke tlieilt. In einigen Fidlen scheint es,als lägen auf dem Boden der Rille cratcrälmliche Löcher. In einem Falleist eine Kette von Cratern durch eine Rille weiter fortgesetzt; alles An-deutungen, dafs die Entstclmngsweise der Crater und Rillen der gleichenGrundursache zuzuschreiben sei.
§. 45 .
Diese Rillen haben vielfache Erklärungsversuche veranlafst. Manhat sie unter andern für F1 ü s s e, oder doch für ausgetrocknete Flufsbettcngehalten. Aber einmal ist die Ähnlichkeit mit Flüssen der Erde bei nähe-rer Betrachtung sehr gering. Die gleiche Breite, welche sie meistens aufihrem ganzen Zuge behalten; ihr Anfängen und Auf hören, (beides gleich-bedeutend) mitten in einer Ebene, ihre geringen Krümmungen, die Sel-tenheit der Vereinigung mehrerer, sprechen nioht für diese Ansicht. Mancheziehen von Berg zu Berg, andre zeigen sich in der Mitte deutlicher alsan beiden Enden. Gcwifs ist es, dafs die Flüsse unsers Erdkörpers, ausgrofser Fex-ne gesehen, einen ganz anderen Anblick gewähren müssen.
Eine andre Ansicht hat in diesen Gebilden Lands trafsen erkennenwollen. Wenn es schon mifslich ist, die Natux’formon unsei's Erdköi'persmit denen des Mondes in Parallele zu stellen, so dürfte dies noch weitmehr von Produkten des Kunstfleifscs gelten. An ein Bewohnen des Mon-des von menschenähnlichen Geschöpfen darf, wie 6ich in der Folge zeigenwird, nicht gedacht werden. Weit weniger wesentliche Vei’schiedenheiten,als wir in der That finden, würden schon hinreichen, den Schlufs zubegründen, dafs es kein Aufenthaltsort für Menschen sei. Wie unwahr-scheinlich ist cs also, dafs sich Analoga zu unsarn Städten und andernBauten auf dem Monde finden sollten? Die Mannichfaltigkeit der Naturist so grofs, und selbst die wenigen besondern Merkmale welche wir anden verschiedenen Körpern unsers Sonnensystems bemei-ken, zeigen unsso sehr das Eigenthümliche eines jeden derselben, dafs cs wohl nieht leichteinen Weltkörpcr geben dürfte, der nichts als die Reproduktion einesanderen wäret Bei Strafsen denkt man doch zunächst an ein Zugang-