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Kurzgefaßte Beschreibung des Mondes : Ein Auszug aus der größeren Selenographie
Entstehung
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Schroter iu Lilienthal, dieser eifrige, oft erwähnte Ilimmelsbeob-nchter, mit Instrumenten versehen die damals nur von den HerscheT sehenühertroffen wurden, wollte den Mond genauer als bisher untersuchen, undlieferte in den beiden Bänden seines Werkes:Selenotopographische Frag-mente eine grofse Anzahl von Zeichnungen, einzelne Gegenden so dar-stellend , wie sie im Augenblick der Beobachtung erschienen. Eine Karteder Mondoberfläche zn geben, lag nicht in seinem Plane, und konnte auchbei diesem Verfahren nicht ausgeführt werden. Er wollte vielmehr un-tersuchen, ob die Mondllecke und was man sonst auf der Oberfläche des-selben bemerkt, Veränderungen unterworfen seien oder nicht. Dafsdazu aber vor allen Dingen eine möglichst genaue und specielle Mondkarteerforderlich gewesen wäre, ist leicht einzusehen ; denn wie will man sonstnur sicher sein, denselben Gegenstand wieder vor Augen zu haben, daschon die veränderliche Lage gegen Sonne und Erde seinen Anblick völ-lig verändert, ohne dafs irgend eine wahre Veränderung am Gegenständeselbst vorgegangen zu sein braucht? Doch bleiben seine Bemühungenimmer verdienstlich, und wir verdanken ihm nicht wenige wichtige Ent-deckungen, nur freilich nicht von der Art welche er hauptsächlich beab-sichtigte, und die er auch gemacht zu haben glaubte.

§. 27.

Im Jahre 1821 begann endlich TV. G. Lohrmann in Dresden eineArbeit, gegen welche alle früheren kaum als rohe Versuche angesehenwerden können, da er die Lage der llauptflecke durch sehr genaue undnach vollkommenen strengen Formeln berechnete Messungen wiederholtbestimmte und in das so begründete Hauptdreiecksnetz die übrigen Punkte,gleichfalls nach Messungen, eintrug. Sein Entwurf besteht aus 25 Blät-tern, jedes 7 Par. Zoll hoch und breit, welche die ganze Mondscheibeilarsteflen sollen. Im Jahre 1824 erschienen die 4 ersten dieser Blätter.Seitdem ab,er hat man vergebens auf eine Fortsetzung gehofft, äufsere Hin-dernisse mancher Art unterbrachen nicht nur die Arbeit, sondern erschwer-ten auch die Herausgabe der schon fertigen Blätter.

Im Anfänge des Jahrs 1830 begannen Herr Geh. Rath Wilhelm Beerund ich in Gemeinschaft eine Arbeit nach dem Plane Lohrmann s, wie erihn in der seine 4 ersten Blätter begleitenden Topographie der sicht-baren Mondoberfläche (Dresden 1824) auseinandergesetzt hatte, je-doch ohne von seinen oder irgend eines andern Zeichnungen Gebrauchzu machen. Die daraus hervorgegangene Mondkarte, von gleicher Gröfsemit der projektirten Lohrmannlsdien, erschien vollendet im August 1836unter den NamenMappa Sclenographica und die gleichzeitig bearbeiteteSelcnographie, so wie eine General- und Übersichtskarte von 1 FufsDurchmesser 1837. Einen Anhang zur Selenographie bilden noch einigeepccieller ausgeführte oder berichtigte Mondlandschaften in grüfsorm Mafs-etabe als dem der Karte.

§. 28.

Sobald man anfing, auf der Oberfläche des Mondes Einzelheitenwanrzunehmen, stellte sich auch das Bcdürfnifs heraus, sie durch eigene