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die Erscheinungen der Weltkörper und ihren jedesmaligen Ort mit Be-stimmlheit vorherzusagen und des pünktlichen Erfolges völlig gewifs zusein. Alle anderen astronomischen Gesetze und Formeln sind aus ilnnhervorgegangen oder darauf zurückgeführt, und je vollkommncr die Beob-achtungen im Laufe der Zeit geworden sind, desto genauer haben dieFolgerungen sich bewährt gezeigt, welche sich darauf stützen.
In Folge des iVwio/z’schen Gesetzes mute jede schwächere Hasseum diejenige stärkere, welche vermöge ihrer gröfsern Nähe die bedeu-tendste Wirkung auf sie ausüben kann, entweder eine Kreishalm be-schreibenoderin einem der drei sogenannten Kegelschnitte (Ellip se Fig. 1.,Parabel Fig. 2., Hyperbel Fig. 3.) hcrumlaufen. Alle Bahnen, welchewir bis jetzt hinreichend genau haben untersuchen können, haben sichals Ellipsen gezeigt; die drei andern Formen sind also zwar möglich,oh sie aber irgendwo in der Wirklichkeit Vorkommen, ist bis jetzt nichtentschieden.
§. 6 .
In der elliptischen Bahn unterscheidet man die beiden BrennpunkteB und b, in deren einem der anziehende Körper steht; die durch beideBrennpunkte gezogene grade Linie Aa oder die grofse Axe, auch Apsi-denlinie genannt; die darauf senkrechte Ce oder die kleine Axe; denPunkt A oder die kleinste; den Punkt a oder die grüfste Entfernung;endlich die Entfernung des Brennpunktes vom Mittelpunkte oder die Ex-centricität. Die Punkte A und a der gröfsten Nähe und Ferne führenbesondere Namen nach den verschiednen Körpern, welche im Brennpunktostehen; bei der Sonne oder einem Fixsterne, Perihelium und Aphc-lium, bei der Erde Perigäum und Apogäum (Sonnennähe und Son-nenferne, Erdnähe und Erdferne u. s. w. — Linien, welche von B nachirgend einem Punkte des Umfanges der Ellipse gezogen werden, wie BCund BD, heifseu ltadii vectores.
Der Winkclabstand von A bis zu demjenigen Punkte der Ellipse,wo sich der umlaufende Körper zu einem gegebenen Zeitpunkte befindet,und zwar vom Centralkürpcr B aus gesehen, heifst seine Anomalie fürdiesen Zeitpunkt, und zwar die wahre, wenn man den wirklichen Ortdes Körpers betrachtet, die mittlere aber, wenn man denjenigen Punktsucht, den der Körper einnehmen würde, wenn er sich um B herum mitgleich bl eiben der Winkelgeschwindigkeit bewegte. Nur in einer Kreis-bahn würde die wahre und mittlere Anomalie stets einerlei sein; in einerelliptischen fallen beide nur in den Punkten A und a zusammen, in allenübrigen sind sie verschieden, und ihr Unterschied heifst die Mittel-punktsgleichung. Denn aus dem Ncmtonsdicn Gesetze folgt, dafsein Körper sich langsamer bewegt wenn er von seinem Centralkörperweiter entfernt ist, und umgekehrt; überdiefs verkleinert sich bei gröfserer
fafst sie von ihrer reellen Seite auf, uml ist gänzlich unabhängig von den Untersuchun-gen über die innere Natur derselben.