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Die Wahrscheinlichkeitsrechnung und ihre Anwendung auf das wissenschaftliche und praktische Leben
Entstehung
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66
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Viertes Capitel.

A o » der Stimmenmehrheit.

§, 33. Bekanntlich werden fast in allen Versammlungenoder Gesellschaften die meisten Fragen, Vorschläge, Wahlen u. s. w.der Ansicht zufolge, daß die Majorität («Stimmenmehrheit)fast immer die eigentliche Meinung der ganzen Ver-sammlung zu erkennen gebe, durch die Majorität entschie-den. Es giebt nämlich jedes stimmberechtigte Mitglied auf ir-gend eine Art, z. B. mittelst Stimmzettel oder weißen undschwarzen Kugeln, sein Ja oder Nein in Bezug auf eine vor-gelegte Frage stillschweigend ab; hierauf werden die Mengen derbejahenden und verneinenden Stimmen gezählt, wo alsdann diegrößere von diesen beiden Mengen, d. h, also die Majoritätentscheidet. Oesters wird auch durch Namensaufruf abge-stimmt. Soll nun aber hierbei von einem gewissen Wcrthe undvon einer genügenden Sicherheit der, durch ein solches gewöhn-

Die Wahrscheinlichkeit, daß eine Person entweder >W oderMW Thaler in der sächsischen Landeslotterie gewinnen werde, istnach M) §. 12. S. M:

bei der Ziehung der ersten Klasse35 1 ^ M 934M0 " 34000 8500 " ' ''

bei der Ziehung der zweiten Klasse35-4-1 ^ 36 9

34000 " 34000 — 8500 ^ '

bei der Ziehung der dritten Klasse

M4-2 „ 52 ^ 13 „ggg.g31000 ^ 31000 " 7750 " '

bei der Ziehung der vierten Klasse

60 4-2 ^ ^ ^ ^ ^

29500 "" 29500 14750 " ' ^ '

und bei der Ziehung der fünften Klasse

1000 4-60^ 1060 ^ 53 ^, ..„q28000 " 28000 " 1400 ^ '

woraus die wachsende Hoffnung dieser Person bei Ziehung jederfolgenden Klaffe hervorgehet.

66 Zweiter Theil. Erster Abschnitt. Viertes Capitel.