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vr. Wienholt in Bremen war einer der Ersten, welcherdiese Heilmethode anwandle, unv Schüler bildete. SeineAnhänger erklarten diese wirksame Kraft für eine unbekanntePotenz, die vom Magnetiseur an den Magnetismen über-gehe, und glaubten, daß nur gesunde, im Austande unge-schwächter Lebensthätigkeit befindliche Personen wirksammagnetisiren konnten; dadurch aber auch selbst geschwächtwürden. Hierbei sollte zwischen dem Magnetiseur und seiner?Magnetisirteu eine gewisse sympathische Verbindung statt-finden, so daß namentlich durch die von dem einen oder demandern genommenen Arzeneien auf die mit einander imsogenannten magnetischen Rapport stehenden Personen einegemeinschaftliche Wirkung hervorgebracht würde. Thatsacheist allerdings, daß sich bei reizbaren, nervenschwachen Per-sonen, an welchen das Magnetisiren längere Aeit fortgesetztund täglich wiederholt wurde, ein eigenthümlichcr Schlafeinzustellen pflegte. Allein in wie weit dieser magnetischeSchlaf den Körper gegen Sinneseindrücke jeder Art unem-pfindlich mache oder nicht, und in wie fern die Seelenthä-
was von uns sagt, schreibt und druckt. Hätte der Verfasser diesesArtikels vollends gewnßt, daß der Magnetismus wirklich in Wienentstanden sey, Mesmer schon eine ziemliche Zeit zuvor, che ernach Frankreich ging, in Wien magnetische Euren trieb, aber da-mals von Jedermann verlacht wurde, und durchaus nichts damitverdienen konnte; und daß wir nun erst, nachdem die französischeThorheit eine Weile damit gespielt hat, und uns diese Puppe zu-wirft, sie als ein wunderthätiges Gnadenbild wieder aufnehmen,ihr Altäre bauen, und unser Geld, Ehre und Menschenverstand,und ich fürchte, noch etwas mehr, darauf opfern; hätte er, sageich,dieß alles, und mit welchem Feuer wir jetzt für diese edle Sachefechten, gewnßt: so würden wir ihm wohl Stoff zu einer noch vielschönern Diatribe dargeboten haben." V»