tigkcit später wiederkehre und die Patienten als sogenannteSomnambulen sich mit den Umstehenden über ihnen bis dahinnicht bekannte Gegenstände bei verschlossenen Augen und fort-dauerndem tiefen Schlafe unterhielten, oder hierbei nur Täu-schung im Spiele sey, darüber hat man niemals ganz einigwerden können. Eben so wenig ist bis jetzt deutlich nachge-wiesen, was man eigentlich von jener erhöHelen Seelen-thätigkeit der im magnetischen Schlafe befindlichen Personenzu halten habe, welche man den Zustand des Hellsehenszu nennen pflegte. Der Hauptgrund der fortdauerndenUngewißheit über alle diese Puncto liegt darin, daß sowohlMesmer selbst, als seine Anhänger sich von Anfang an beiihrer Lehre vom thierischen Magnetismus aus Eitelkeit sehrviel Charlatanerie haben zu Schulden kommen lassen, unddaß es ihnen fast immer an strenger wissenschaftlicher Vor-bildung, klarem Prüfungsgciste und wahrer geistiger Unbe-fangenheit bei Beurtheilung merkwürdiger Erscheinungenfehlte. Aerzte und Philosophen, welche diese letztere Eigen-schaften besaßen, haben stets gerechtes Mißtrauen gegen dieWahrheit der Angaben gezeigt, wodurch die für ihr Systemeingenommenen Magnetiseurs sich als wunderthätige Ver-mittler einer übernatürlichen Heilkunst bemerkbar zu machenstrebten, weil es ihnen auf diesem Wege mit Hülfe derMystik ziemlich leicht wurde, einen mehrfach ersprießlichenHeiligenschein für sich zu erlangen*).
H Unter den älteren deutschen Aerzten von großem Rufe hatsich gleich zu der Zeit, wo der Magnetismus zuerst Mode ward,keiner stärker gegen die davon gerühmten und erwarteten medicini-schen Wunderthaten erklärt, als Johann Georg Zimmermann,der berühmte Verfasser der Schriften über die Einsamkeit und von