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Erzählungen von seinen außerordentlichen, größtentheils wi-dernatürlichen Euren machten das größte Aufsehen; jedochwidersetzte sich ihm sehr bald der gesunde Menschenverstandder Wiener, und er fand es deshalb angemessen, den Schau-platz seiner Euren von Wien nach Paris zu verlegen.Hier wußte Mesmer seiner in einem eigenen Salon aus-geübten neuen Cururt so viel wunderbares Beiwerk zu geben,daß der König von Frankreich im Zahre 1784 für rath-sam hielt, eine Eommission zur genauen Untersuchung derSache niederzusetzen. Diese bestand aus den PhysikernFranklin, Leroy, Bailly, de Borg und Lavoisier, als Mit-gliedern der Academie, und aus den Aerzten Sallin, Darret,Guillotin und Majault, als Mitgliedern der medicinischenFacultät. Der Bericht dieser Eommission enthält folgendeAngaben über Mesmer's Verfahren:
In einem großen Saale saßen Personen verschiedenenAlters und Standes, ungefähr zu zwei Drittheilen weibli-chen Geschlechts, um eine hölzerne Badewanne, aus wel-cher gekrümmte, bewegliche Stangen von Gußeisen hervor-ragten, mit deren äußersten Enden die Patienten die lei-denden Theile in Berührung brachten. Die sammtlichenPatienten waren durch ein langes Seil verbunden, dasman um den Leib jedes Einzelnen geschlungen hatte; auchsetzten sie sich zu Zeiten dadurch in nähere Verbindung,daß sie die Daumen in einander hakten. Mesmer führteeinen Eisenstab in der Hand, und berührte damit die lei-denden Theile deS Patienten; im Allgemeinen aber dienteeine sanfte Vocal- und Instrumentalmusik zur Erhöhungder Wirkungen. Seine Gchülscn legten die Hände in dieSeiten und, auf den Unterleib der Kranken, drückten siesanft und setzten dieses oft eine Stunde lang fort. Nach