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diesen Ring mit den Umwicklungen an den Handhabenüber oder unter die Mitte des Magnetstabes, so entstehtin diesem Jnductions-Multiplicator ein clectrischer Strom,welcher den Torsionsstab zur Ablenkung bringt. Es istaber nothwendig, daß man nach jeder Bewegung einenAugenblick ruht, bis die Zuckung des Stabes deutlich wahr-genommen worden ist; macht man dann eine Bewegungdieses Ringes in entgegengesetzter Richtung, so wird dadurcheine Zuckung in entgegengesetzter Richtung hervorgebracht;auf diese Art kann man solche Zuckungen bald nach dereinen, bald nach der andern Seite erzeugen, woraus mandann durch Combination gewisse Zeichen erhält.
Der zweite electrische Telegraph ist im Jahre 18Z7 vonProf. Steinheil in München! errichtet und besteht ausdrei Theilen. Der eine führt von der königlichen Academienach der königl. Sternwarte zu Bogenhausen und zurück,dessen Drahtlänge ist SO,500 Par. Fuß. Der dazu ange-wendete Kupferdraht wiegt 210 Pf. Beide Drähte sindin Abständen von Z bis 10 Fuß über die Thürme der Stadthin gespannt. Ein zweiter Theil der Leitungskette führtvon der königl. Academie nach der Wohnung des Prof.Steinheil und nach der Sternwarte in der Lerchenstraße.Diese Leitung besteht aus Eisendraht, der hin und zurückauf dieselbe Art ausgespannt 0000 Fuß lang ist. Eindritter Theil der Kette endlich führt im Innern des Ge-bäudes der königl. Academie nach der mechanischen Werk-stätte des physikalischen Cabinettes und ist ein 1000 Fußlanger dünner Kupferdraht, fortgeführt in den Fugen desFußbodens, zum Theil eingemauert. Diese drei Theile bildeneine in sich selbst geschlossene Linie, in welcher dann dieApparate zur Erzeugung des galvanischen Stroms und die