Druckschrift 
Die magnetische und electrische Kraft in ihrer Anwendung überhaupt und als Ersatzmittel der Dampfkraft dargestellt
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen
 

17

richs I. zu Mainz sich befand, in welchem des Magnetsunter dem auffallenden Namen Murinetto als eines häßli-chen schwarzen Steins gedacht wird. Aus allen diesen be-reits angeführten Spuren vom Compasse erhellet, daß nicht,wie von Hiacinto Gimma und Gregorius Grimaldi be-hauptet wird, Flavio Gioja aus Amalfi um das JahrIZ00 der Erfinder des Compasses, sondern blos der Ver-bessere! gewesen scy, indem er die Magnetnadel, die früherauf einem Stück Korkholz auf dem Wasser schwamm, aufeine feine Spitze in einer Büchse setzte und den Compaßnach den Weltgegenden in acht Striche eintheilte.

Der gewöhnliche Schiffs- oder Steuercompaß ist ineinem viereckigen hölzernen Kasten eingeschlossen, der obenmit einem Glasbeckel versehen ist. Wegen der beständigenSchwankungen des Schiffes ist es nöthiz, die Nadel miteinem cylindrischen GeHause von Kupfer zu umgeben, das,wie die Lardanische Lampe, zwischen zwei Ringen aufgehängtist. Die Nadel ist durch eine kreisförmige Papierscheibebedeckt, welche in Z2Theile getheilt ist, und ^>ie die Wind-rose genannt wird. In dem Gehäuse ist auf der Seite,die nach dem Vordertheil des Schiffes gewendet ist, einschwarzer Strich angebracht. Wenn nun ein Schiffer nacheinem gewissen Orte segeln will, so hat er zuerst in derSeekarte nachzusehen, unter welchem Himmelsstrich derselbevon dem abzusegelnden Orte liegt; er wendet alsdann dasSchiff so, daß der schwarze Strich immer mit dem aufder Windrose bezeichneten Windstriche zusammentrifft undwährend seiner ganzen Fahrt nicht davon abweicht.

Da dieses Instrument für die Schissfahrt von der größtenWichtigkeit ist, so haben die Schisser mit großer Aufmerk-samkeit die Magnetnadel beobachtet, und schon Downie,

2