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Der Magnet verliert seine Kraft, wenn er erwärmtoder gar glühend gemacht wird, wenn man ihn auf Steinmit Stein schlägt oder auch nur fallen läßt; ferner, wenner sich mit Rost überzieht oder wenn ihn der Blitz berührt;auch soll das plötzliche Losreißen deS Ankers seine Kraftsehr schwächen, wie der Abbe Le Noble erzählt, dem zu-folge einer seiner Magnete, der 6 Pfund wog, und 90 Pf.trug , nur noch 38 Pfund zu tragen im Stande war, alsder dazu gehörige Anker bei 100 Pfund Gewicht abriß.
Ob es gleich eine alte Erfahrung war, daß der Blitzoder der electrische Schlag Stahlnadeln elcctrisch machen,gelegentlich die Pole einer Magnetnadel umkehren könneu.s. w., so war es doch der neuesten Zeit erst vorbehalten,viel stärkere und mächtigere Magnete durch Electricität zuerzeugen. Zur Darstellung solcher größerer Magnete eignetesich freilich nicht die Reibungselcctricirät, sondern die amEnde des 18. Jahrhunderts entdeckte Berührungselcctricität,Galvanismus genannt.
Ludwig Galvani, Professor zu Bologna, machte imJahre 1791 durch Zufall die, später bis zum Jahre 1798von Alexander Volta 'verbesserte Entdeckung, daß zweiverschiedene Metalle, z. B. Zink und Kupfer, die beidemit der Erde in Verbindung gewesen, wenn man sie isolirthielt, dann mit einander in Berührung brachte, und hier-auf wieder trennte, auf die Art elektrisch wurden, daß dasZink positive und das Kupfer negative Electricität annahm.Diese einfache Electricität wurde dann im Jahre 1799durch die Entdeckung der voltaischen Säule, welcheaus Schichten von Zink-, Kupfer- und mit Säure getränk-ten Tuchplatten zusammengesetzt war, noch bedeutend ver-stärkt, und diente späterhin zur Verfertigung sehr großer