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Wolf z. B. gedenkt eines Magneten von Mersenne, wel-cher unbewaffnet nicht mehr als eine halbe Unze, mit derArmatur dagegen an zehn Pfund zu ziehen im Standewar: obgleich die Richtigkeit der Angabe des Jesuiten deLanis, sein Magnet vermöge bewaffnet 864 Gran zu ziehen,während er ohne Armaturen nur 45 Gran bewältigen könne —m's Ungewisse gestellt bleiben mag.
Legt man einen Magneten in Eisenfeilspäne, so zeigtsich, daß er nicht an allen Puncten gleiche anziehende Kraftbesitzt, sondern vielmehr die Eisenfeile an zwei entgegenge-setzten Puncten stärker, als an den übrigen an sich zieht.Diese Puncte nennt man die Pole. Hängt man einenMagneten horizontal an einem feinen Faden auf, so nimmter eine unveränderliche Richtung an, und kehrt immer wie-der von selbst zu dieser zurück, wenn man ihn daraus ab-gelenkt hat. Diese Eigenschaft nennt man die Polaritätdes Magneten. Der Pol, welcher ziemlich genau nachNorden weist, heißt Nordpol, der entgegengesetzte Südpol.Nach dem Zeugniß des englischen Arztes William Gilbert,der im Jahre !600 gründlich über den Magneten schrieb,ward die Polarität schon im zwölften Jahrhunderle ent-deckt.
Von den bisher besprochenen natürlichen Magneten un-terscheiden sich aber die künstlichen. Man hatte schon sehrfrüh bemerkt, daß das Eisen, welches mit dem Magnetenin Berührung gewesen war, selbst wieder kleine Stücke Ei-sen festhalten konnte. Nicolaus Cabäus gedachte 1629 zuerstdes Magnetismus des Eisens, welche Entdeckung Gassendiund Grimaldi einige Zeit später wirklich bestätigt fanden,indem die Rostrinden der eisernen Kreuze auf verschiedenenThürmen magnetisch waren. Diese um die Mitte des