Scrpentinstein vorkommt. Zn Schweden giebt es beson-ders große Lager davon, und es wird daselbst sehr gutesEisen daraus gewonnen; auch soll der Berg Tabery inSchwedisch-Lappland ganz aus solchem Magnetstcin beste-hen. Ein Gleiches sagt man von dem Pumachanchi-Vergein Chili. Daß übrigens der orientalische, aus China undBengalen kommende, mehr in's Rechliche fallende Magnet-stein noch mehr Kraft besitze, als der aus Europa undAmerika, wird wenigstens in der Regel behauptet. Uebri-gens ist rücksichtlich des natürlichen Magnetsteins die merk-würdigste Thatsache die, daß derselbe am ursprünglichenOrte seiner Lagerung noch nicht magnetisch ist, sondern daßdie einzelnen Stücke davon erst, nachdem sie zu Tage ge-fördert und eine Zeit lang dem Einflüsse der atmosphäri-schen Luft ausgesetzt worden sind, ihre magnetische Krafterhalten. Dabei hängt das Verhältniß der Kraft der na-türlichen Magnete keineswegs von ihrer Größe oder ihremGewichte ab; vielmehr wirken kleinere verhältnismäßig fastimmer stärker, als größere. So besaß z. B. Newton ei-nen Magneten, der nur drei Gran wog, und dennoch eineLast von 74V Gran zu tragen vermochte.
Gegenwärtig weiß man schon längst, daß sich die an-ziehende Kraft des Magnctsteins bedeutend erhöhen läßt,wenn man ihn zu beiden Seiten mit eisernen Schienenoder Schaalen — sogenannte Arniaturen — bekleidet. Manläßt dieselben gewöhnlich in zwei dickere, einander entgegenstehende Enden auslaufen, welche dazu bestimmt sind, eineisernes Querstück — den Anker — aufzunehmen und mit-telst desselben die angehängten Gewichte zu tragen. Schonältere Physiker haben durch Beispiele nachgewiesen, daß dieArmaturen wirklich die Kraft des Magneten verstärken.