Die Hoffnung, dass diese Quelle der Benutzung erschlossenwerde, schien sich schon vor mehr als einem Jahrzehnt verwirk-lichen zu sollen. Der Archivassistent am Königlichen Staatsarchivin Königsberg Wittich hatte bereits von der Matrikel eine Abschriftder Jahre 1544 bis 1655 genommen, aber sein Tod hinderte ihn,die Arbeit zu Ende zu führen und seine Abschrift druckfertigzu machen.
Daher entschloss ich mich die Veröffentlichung der Matrikelzu übernehmen, nachdem der Verein für die Geschichte Ost- undWestpreussens den Beschluss gefasst hatte, die Kosten des Druckeszu tragen, und die Königl. Albertus-Universität dem Vereine einennamhaften Beitrag bewilligt hatte, der ihr auf Antrag des General-konzils von dem Herrn Minister der geistlichen, Unterrichts- undMedizinal-Angelegenheiten zu diesem Zwecke zur Verfügung ge-stellt wurde.
Zunächst wurde die Wittichsche Abschrift, die von seinenHinterlassenen dem Königlichen Staatsarchiv in Königsberg über-wiesen worden war, von der Oberlehrerin Fräulein Sophie Meyerbis zum Jahre 1829 fortgeführt. Über dieses Jahr hinauszugehen,erschien nicht notwendig, da seitdem die leicht zugänglichenPersonalverzeichnisse über die Angehörigen der Universität fort-laufend Bericht geben.
Danach habe ich die Abschriften mit den Matrikeln ver-glichen, vielfach berichtigt und ergänzt, und für die Veröffent-lichung vorbereitet.
Im Herbst 1907 konnte mit dem Drucke begonnen werden.Der Schluss des ersten Bandes, der im Jahre 1909 erscheinen soll,wird eine ausführliche Einleitung zu den beiden Bänden der Ma-trikel bringen. Ihm soll sich in der Folge das Verzeichnis derGraduierten der Universität für die Jahre 1544 bis 1829 und einPersonen- und Ortsregister anschliessen.
Münster i. W., den 5. Oktober 190S.
Georg Erler.