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Das Archiv des Hauses Stubenberg.
Kindern Ottos (der 1691 als Obrist gestorben ist) keinevollständigen und genauen Angaben machen. Dasselbe gilt vonseinem Bruder Wolfgang. Bezüglich der ins Exil gegangenenProtestanten der Wurmberger Linie steht die Forschungüberhaupt noch in den Anfängen und selbst für die Kapfen-berger Linie danken wir einzelne Daten, wie z. B. die überdie Tauser, mehr dem Zufall, daß vor 3 Jahren noch eineAnzahl von Akten, die dem Untergang bestimmt waren, ge-rettet werden konnte.
Man wird es daher dem Forscher verzeihen, wenn ei-erst allmählich relativ Vollständiges zu bieten in der Lageist. Wie viel jetzt schon erreicht ist, entnimmt man einemVergleich zwischen der Wurzbachschen und der vor zweiJahren von mir publizierten Tafel.
Gehen wir nach diesen Vorbemerkungen auf Einzeln-heiten ein. Wir zählen im Hause Stubenberg im ganzen26 Generationen. Unsere vor zwei Jahren entworfene Stamm-tafel macht die jeder einzelnen Generation des Hauses an-gehörigen Mitglieder des Hauses als solche ersichtlich. Inner-halb der ersten Generationen haben wir keine bedeutendenNachträge und Verbesserungen aufzuweisen. Sie beginnenerst mit der siebenten Generation im zweiten Viertel des13. Jahrhunderts.
7. Reihe. Der Schwiegersohn Wülfings von Stubenberg(f 1230) heißt Heinrich von Klamm.
8. Reihe. Friedrich Herr von Stubenberg. Die Stamm-tafel verzeichnet als seine Gemahlin (Geswinn) Hedwig diegrevinne von Ungern, f 13. Februar. Wir besitzen eineUrkunde, deren Original im steiermärkischen Landesarchivunter Nummer 1628 a aufbewahrt wird. Dort bestätigt HerzogRudolf von Österreich (de dato Bruck am 28. September 1301)den Vergleich zwischen Friedrich von Stubenberg „mit seinergeswinne der grevinne von Ungarn“. Nun bedeutet „geschwei“im Steirischen: der Schwager, beziehungsweise die Schwägerin.Der Ausdruck die „grevinne von Ungarn“ bezieht sich dar-nach gar nicht auf die Gemahlin Friedrichs, sondern auf dieUlrichs, die darnach aber auch keine Pfannbergerin sein kann.Wir können die Herkunft der „graevinne“ aber näher be-stimmen. Im Urkundenbuch des Zisterzienserklosters Hohen-furt in Böhmen, eines Klosters, das mit den Zisterziensern imStift Reun nahe Beziehungen unterhielt, wird S. 383 dieGemahlin Friedrichs von Stubenberg erwähnt. Sie ist dieWitwe Woks von Rosenberg, der als steiermärkischer Landes-