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Suppl. [1] (1908) Das Archiv Gutenberg
Entstehung
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Von Prof. Dr. J. Loserth.

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Taufregister führen nämlich die einzelnen Personen zu demTage an, an dem sie getauft wurden; im Landrecht kommtdagegen stets der Geburtstag zur Geltung, daher ergibt sichzwischen Landrecht und Taufregister meist eine Differenzvon einem Tag. Wollte man aber danach auch jene Namen,die das Landrecht nicht enthält, weil sich hier eben nichtvon allen Mitgliedern des Hauses Akten über ihre Geburterhalten haben, in der Stammtafel bei der Angabe ihresGeburtsdatums um einen Tag den Angaben der Matrikengegenüber zurücksetzen, so würde man unter Umständenirren, denn es gibt doch einzelne Fälle, in denen Geburts-und Tauftag zusammenfallen.

Auch sonst werden wir selbst nach den Ergebnissen derMatriken noch immer keine vollständig genaue Stammtafelzusammenzustellen in der Lage sein. Eine solche wird immerein Ideal bleiben müssen. Sehen wir die Stammtafel desHauses Stubenberg, wie sie vorliegt, näher an, so fällt insAuge, daß sie aus zwei Teilen besteht, von denen der erstedie ältesten Zeiten des Hauses umfaßt und bis dahin reicht,wo die Matriken beginnen, in dem wir nicht bloß gesichtete,sondern auch vollständigere Nachrichten erwarten dürfen; derzweite geht von da bis auf die jüngste Zeit herab. Währendwir nun im zweiten Teil annähernd vollständige genealogischeDaten zu bieten in der Lage sind, finden wir für den erstenTeil nur solche Namen, die, namentlich seit ältester Zeitnur dann erhalten sind, wenn ihnen irgend eine größereBedeutung in der Familiengeschichte zukommt, sei es, daßsie in Teillibellen oder in Testamenten erwähnt werden oderbei Besitzveränderungen eine Rolle spielen u. s. w. Wer wolltedie Möglichkeit in Abrede stellen, daß nicht auch ein Stuben-berger jener älteren Zeit einen ähnlichen Kinderreichtumhatte wie jener Leopold des 18. Jahrhunderts mit seinen30 Kindern. Man mag daraus entnehmen, daß derartigeStammtafeln immer nur annähernd Richtiges bieten, für dieälteren Zeiten nur dann, wenn uns z. B. Stammbücher erhaltensind. Dazu kommt ein Zweites. Von der Sprößlingen desHauses Stubenberg sind ja im 17. und 18. Jahrhunderte diemeisten in Graz geboren worden und demnach in den Tauf-matriken zu finden. Aber sicher nicht alle. Sehen wir selbstvon jenen ab, die in Laibach und Görz geboren wurden undin den dortigen Matriken zu finden sind, wie steht es mitjenen, deren Eltern in Berufsgeschäften als Offiziere u. s. w.in fremden Gegenden weilen. So können wir z. B. bei den