Druckschrift 
Ueber die Einrichtung und Behandlung von Chronometern, Pendel- und Feder-Uhren
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

l6

Schrauben, welche diese» oberen Werkdeckel auf die untere, die vier Stiftetragende Platte des Chronometers befestigen; k ein Rad, dessen Zähne sägefvr-mig geneigt sind, mit Schnapper und Feder, bestimmt, den Aufzieh-Zapfen ge-gen die Kraft der Federn zu erhalten; Z ein am Aufzieh-Zapfen a festes Rad,das während des Aufziehens vier auf den Trommeln angebrachte Räder Ii bewegt.

Man sieht von selbst, daß bei dieser Einrichtung durch die Windungen desAufzieh-Zapfens a mittelst des Schlüssels die sämmtlichen vier Trommeln gedreht,und somit alle vier Federn aufgezogen werden.

Mein Patent erstreckt sich auch auf die Ueberziehuug der Unruh-Feder undder Compcnsations-Uuruhe (siehe a und b in Fig./,.) mit reinem Golde auf elek-tro-metallurgischem Wege. Dieser Ueberzug bewahrt die genannten wichtigenTheile vor Rost, der durch Feuchtigkeit besonders auf Schiffen so leicht Platz greift.Die Wichtigkeit der Chronometer für den Seemann hat die Regierungen mehre-rer Handel treibenden Länder bewogen, Preise auf deren Vervollkommnung aus-zuschreiben, und der Erfolg dieser Aufmunterungen (siehe oben den Gang desChronometers Dent Nr. i>4) war so groß, daß Chronometer gegenwärtig ansehr vielen Orten verfertigt werden. Nun hängt dieser Zweig nicht weiter vonPatronanzen ab; die allgemeine (Überzeugung ihrer Nützlichkeit und Wichtigkeithat die Nachfrage so vermehrt, daß eins bedeutende Concurrenz von Seiten derKünstler Statt findet, und man diese vollkommensten Uhren als Handels-Artikelbetrachten kann.

Wirkung entsteht z o ist die messingene Unruhe. Diese Hemmung ist von englischerErfindung. Uhren, welche mit dem Duplex-Loliappemont versehen sind, könnenvielleicht dem Chronometer zunächst an die Seite gestellt werden, besonders wasdie Länge der Zeit anbetrifft, während welcher sie ohne gereinigt zu werden, odereine frische Bestreichung mit Oel zu erfordern, gehen können. Das liicliappomontist in dem Holzschnitte so dargestellt, wie man es bei Ocffnung der Uhr wahrnimmt.

Bei der Bevorzugung dieser Vorrichtung gibt es , wir gestehen es, einigeHindernisse. Sie ist von zarter Construction, und wenn sie nicht von einem Ar-beiter von besonderer Geschicklichkeit gemacht und zusammengesetzt wird, so ist dieUhr dem plötzlichen Stillstehen in der Tasche unterworfen- Wenn sie zur Erdefallen sollte, so kann die Wiederherstellung dieses Unfalls 4—S Pfund Ster-lings kosten. Unter diesen Umständen sollte Niemand eine Duplex-Uhr bei sich tra-gen , ohne den Vorsatz, sie mit einiger Sorgfalt vor Unfällen zu schützen, wenn

Die Duplex-Uhr.

Sig. S.

So genannt von ihrem Liclmppv.ment-Nade, welches sowohl krumme alslange Zähne hat (Fig. 3 ), indem die krum-men Zähne a aufrecht näher bei dem Mit-telpunkte stehen, während die langenZähne b in derselben Ebene mit demRade sich befinden, woraus eine doppelte