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nach Brüsseler Nachrichten müsse letzterer sich vorallen Nassauern hüten und die Tutel allein oder mitAmalie, rcsp. mit Maria, verlangen. Der Kurfürst ant-wortete ihm hierauf am 14/4. Dezember, die BrüsselerNachricht habe ihm viel Nachdenken verursacht und erhabe Johann Copes, seinen Residenten im Haag, an-gewiesen, sofort bei Amalien anzufragen, ob es ihr nichtzuwider sei, wenn der Kurfürst ihr in der Yormundschaftassistiere, falls sie ihr zu beschwerlich falle. Er wolltegar gern, wie er Horn am 26. Dezember gestand, dieHände in der Sache behalten. Amalie erbat sich imDezember von ihrem Schwiegersöhne seinen Regierungs-rat in Cleve, den Märker Daniel Weimann, den sie sehrhoch schätzte und begünstigte, als Beistand im Vor-mundschaftsstreite, machte aber gegen seinen Rat ihrenAnspruch Maria gegenüber auf dem Rechtsweg geltend 1 ).Sie erhielt vom Kurfürsten Vollmacht und in obigerSitzung vom 12. Dezember protestierten dessen Vertreterin seinem Namen gegen die Verlesung des Testaments-entwurfs Wilhelms II.; man achtete nicht darauf, daerhoben sie sich und verließen den Saal 2 ). Maria wurdedadurch nicht versöhnlicher gestimmt, Heenvliet verwarfin ihrem Namen jeden Vorschlag der Gegner. DerHof von Holland ergriff Marias Partei und betonte, daßdie vorliegenden Papiere die Absichten Wilhelms II. fürseinen Sohn verrieten. Als nun Amalie die Giltigkeitdes Testamentsentwurfs offen bestritt, wurde Maria sogereizt, daß sie am 23. Dezember einen sehr schroffenTon anschlug; sie trat nicht nur für die Giltigkeit desEntwurfs und für ihr Anrecht an die Vormundschaftein, durch ihre Heirat mündig geworden, wie sie sagte,
') Urkunden und Aktenstücke (s. oben).
2 ) Amalie an Friedlich Wilhelm, 18. Dezember 1650. Jorissen(s. oben).