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entgegen stellte Maria ihre Sache ganz auf den Fußdes gemeinen Rechts und ließ die Staaten von HollandEinblick in die Verfügungen ihres Gatten nehmen, alshandele es sich um eine einfache Privatperson. Nocham 2. Dezember, alsbald nach der Abgabe ihrer Erklärungan den Ratspensionär, befahlen die Staaten dem Pro-vinzialhofe, ihnen seine Ansicht kundzugeben. Dadurchschien Amalie geschlagen, Maria Siegerin im Zweikampfeum Wilhelm III. Amalie versuchte es nun mit einemAbkommen, aber ihre Begegnung mit Ileenvliet inGegenwart des ganzen Rates des Prinzen blieb resultat-los und alles mußte an ihrer Forderung scheitern, denTestamentsentwurf ihres Sohnes bei Seite gelassen zusehen. Ileenvliet weigerte sich im Namen Marias, mitdem Rate des Prinzen weiter zu unterhandeln. Am12. Dezember versammelten sich im Saale des Rates vonHolland dessen Mitglieder und die Bevollmächtigtender Parteien. Man verlas das Kodizill vom 21. Dezember1649, in dem Wilhelm II. Marias Wittum erhöht hatte,den Heiratsvertrag Wilhelms und Marias und denTestamentsentwurf. Als letzterer verlesen wurde, kames zu einem Auftritte, von brandenburgischer Seite aus-gehend.
Der große Kurfürst warf sich nämlich zum eifrigenHelfer seiner Schwiegermutter in der Vormundschafts-frage auf; er unterhielt mit ihr eine lebhafte geheimeKorrespondenz, die leider verloren gegangen ist, undverhandelte im Dezember 1650 in Berlin mit ihremAbgesandten, selbst Anteil an der Vormundschaft er-strebend; er hoffte, dabei auch Hollands Unterstützungfür seine Politik zu erlangen, zumal 1650 51 1 ). Hornschrieb am 2. Dezember aus Cleve an den Kurfürsten,
') Urkunden und Aktenstücke usw. (s. oben).