Vorwort.
Eine Biographie Amaliens von Oranien fehlte bisheute, und doch war Amalie einer Darstellung würdigerals so viele andre Persönlichkeiten, die der Nachweltlängst vor Augen geführt worden sind. Das Haus, demsie entsproß und zu dessen leuchtendsten Zierden sie.immer gehören wird, hegte schon vor Jahrzehnten denWunsch, Amaliens Leben ausführlich geschildert zusehen. Seine Durchlaucht der am 30. August 1900verstorbene Prinz Hermann zu Solms-Braunfels betrautemit dieser Aufgabe den Königlich Preußischen Archivarund heutigen Kaiserlichen Wirklichen Legationsrat,Generalkonsul in Genua, Dr. Inner, und dieser Gelehrtemachte in den Archiven im Haag, in Paris, Berlin undZerbst längere Zeit Nachforschungen, die reiche Beuteergaben. Er hörte jedoch inmitten seiner Vorarbeitenauf und gab durch Brief vom 23. Mai 1885 aus Hannoversein Mandat an den Prinzen Hermann zurück, wobeier seine Excerpte auslieferte.
Der Pfarrer zu Oberbiel, 0. Allmenröder, ein gründ-licher Kenner der Solmser Geschichte, wurde nun zumBearbeiter ausersehen, aber Amtsgeschäfte verhin-derten ihn, seine Studien über die große Fürstinfortzuführen.