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Reihenfolge solche hohe Verdienste um das Gemein-wesen erworben hatten“; bei der Bestallung als General-kapitän zu Wasser und zu Land und als Statthalter derProvinzen müßte vor allem ihr Enkel in Frage kommen,zu dem sie die natürliche Pflicht als Großmutter hin-ziehe. Sie übergab den Brief am 22. November per-sönlich dem Ratspensionär und dieser verlas ihn in derVersammlung der Staaten am 23. November'). Amalielas auch Heenvliet ihren Brief vor und verlangte MariasMitwirkung. Hennvliet aber erwiderte ihr, die PrincessRoyal wolle sich allein mit der Erziehung und der Vor-mundschaft ihres Sohnes wie mit der Verwaltung seinerGüter zu seinem Nutzen beschäftigen, ohne sich indie Staats g esc hafte zu mischen; sie stelle Gottalles anheim und vertraue darauf, daß die Provinzendie Verdienste des Hauses Oranien in Betracht ziehenwürden. Somit gab Maria die politische Rolle auf, wäh-rend Amalie nicht daran dachte. Heenvliet erklärte demGreffier Buysero, Maria bestehe auf der Ausführung desTestamentsentwurfs ihres Gemahls, und da Amalie dessenGiltigkeit bestritt, rief Maria Cats, den Großpensionär,am 29. November zu sich und bat um seine Interventionbei den Staaten von Holland, damit diese die Fragevon der Verwaltung des Erbes Wilhelms II. regelten.Auf Cats’ Rat hin riefen die Staaten die Meinungsäuße-rung des Provinzialhofes an. Amalie wünschte, als siehiervon hörte, das Haus Oranien als ein erlauchtes an-gesehen zu wissen, damit der Staat die Vormünder undKuratoren ernenne; geschah dies, so fiel damit dasTestament Wilhelms II. ganz weg und Amalie konnteauf eine Rolle in der Vormundschaft rechnen. Dem
') Extract uit liet Register der Resolutien van de Staten vanHolland en Westfriesland over den jare 1650. Haag.