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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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Amsterdam, die Königin Elisabeth von Böhmen undAmalie 1 ).

Letztere wandte sich sofort nach der Geburt desEnkels an den Hof von Holland, um die Bestallung fin-den provisorischen Rat erneuern zu lassen, bis diePrinzessin Maria zu Kräften gekommen sei (!). DerHof teilte ihr Gesuch in der Sitzung Heenvliet mit,der nun offen Farbe bekannte und als Intendant vonMarias Hofhalt ihre Interessen vertrat; Karl I. hatteihn 1641 zu ihrem Intendanten ernannt, Friedrich Hein-rich, Wilhelm II. und Karl II. hatten ihn als solchenbestätigt und so erschien er als einzig berufener Anwaltder Princess Royal 2 ). Auch er sprach von einem Pro-visorium, bis seine Auftraggeberin wieder genesen sei,vermied aber jede Anerkennung des durch seine Kontrollelästigen Rates des Prinzen, der ja ganz gegen dieStuarts war, und hoffte, Maria allein die Yormundschaftzuerkannt zu sehen. Dem Testamente Wilhelms II. 3 )fehlte die Unterschrift und Amalie wehrte sich mit allerGewalt dagegen, Friedrich Heinrichs und Wilhelmsreiches Erbe in den Abgrund der Stuartschen Restau-rationsbestrebungen versinken zu sehen. Sie empfahlden Staaten von Holland und Westfriesland die Sacheihres Enkels und Huygens redigierte für sie den Briefvom 20. November. Indem sie darin den HochmögendenHerren die Geburt des Enkels initteilte, hob sie das Glückhervor, daß der Mannsstamm der Oranier fortlebe,dieden Grund dieser Regierung fundiert und sich in langer

') Archiv in Zerbst. A 7b Nr. 129.

2 ) Memoires de G. Huygens (s. oben).

3 ) Der Entwurf, dem Unterschrift wie Angabe von Ort und Zeitfehlten, erteilte die Vormundschaft für einen eventuellen Sohn anMaria im Vereine mit einigen Mitgliedern der Generalstaaten, welcheWilhelm ernennen würde.