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ruheseligen Geldsäcken von Amsterdam und andernStädten, die ihm das Regieren unmöglich machten,nicht länger zusehen. Amsterdam hatte offenen Trotzgezeigt, Wilhelm hatte sich darüber hei den Staaten vonHolland persönlich beklagt und war mit Waffengewaltgegen die mächtige Stadt vorgegangen, im Einver-nehmen mit dem Grafen Wilhelm Friedrich von Nassau-Diez und mit seinem Vertrauten Aerssens-Sommelsdyck.Er ließ sechs Mitglieder der Opposition in den Staatenvon Holland ergreifen und im Schlosse Loevesteineinsperren: das Erscheinen der Truppen vor den
Toren genügte, um Amsterdam nachgiebig zu machen.Während seine Feinde aussprengten, er wolle dieganze Verfassung der Republik umstoßen, und das Miß-trauen gegen ihn schürten, schien Wilhelm von seinemleichten Siege befriedigt, entließ seine sechs Gefangenenunter der Bedingung vollen Verzichts auf jede Be-amtung, und Brasset schrieb an Mazarin *), Wilhelmhabe durch seinen Meisterstreich in drei Wochen mehrerreicht, als Friedrich Heinrich in seinem ganzen Lebennur zu denken gewagt habe. Man schrieb dem jungenFürsten weitausgreifende Pläne zu: auf Grund des
Bündnisses mit Frankreich Eroberung der südlichenNiederlande, Gründung eines selbständigen belgischenFürstentums als Basis zur Souveränität auch in denNordgebieten, Wiederherstellung der Stuarts durch dievereinten Kräfte Frankreichs und der Republik! SeinVerhältnis zur Mutter war immer kühler geworden, dieMutter sah sich von aller Anteilnahme an seinen Plänenund Handlungen ausgeschlossen, was ihrer Ehrsuchtschweres Leid bereitete, und bemerkte dabei vollKummer, wie er in Ausschweifungen seine Kraft frühe
') 24. August 1650. Groen.