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erklärte, niemals werde er verzeihen, daß ein König vonSpanien seinen Großvater ermorden ließ 1 ). Mazarinsprach ihm im Juli Frankreichs Dank dafür aus 2 ), daßihm Wilhelm ermöglichte, aus der Verabschiedung derTruppen der Generalstaaten Nutzen zu ziehen. Spanienintriguierte beständig im Haag, durch einen der geschick-testen Diplomaten, Antoine Brun, vertreten, der sichin lauter Wühlereien gegen Wilhelm II. gefiel.
3. Kapitel.
Das Ende Wilhelms 11.
Amalie begnügte sich nicht mit der Einmischung indie Beziehungen zu Frankreich und Spanien; durch ihrenSchwiegersohn, den großen Kurfürsten, spielte sie auchin Brandenburgs Geschichte mit; sie riet ihm, sich aufguten Fuß mit Dänemark zu stellen und hätte bei seinenHändeln mit Schweden gern die Generalstaaten fürihn gestimmt 3 ). Wilhelm II. brannte nach einem An-lasse, mit Spanien zu brechen, und trat mit Mazarindeswegen in geheime Verbindung; in Brun sah er „einenTeufel, der keinen andern Plan verfolge, als ihn zuruinieren“. Noch glühender aber wünschte Wilhelm dieWiederherstellung des königlichen Regiments in England.Sein Schwager, der Prinz von Wales, war seit September1648 sein Gast im Haag, was Wilhelm ungeheure Aus-gaben bereitete, und Wilhelm sandte Waffen undMunition nach Schottland. Da erfuhr man im Haagdas unerhörte Verbrechen des Königsmordes und dieGeneralstaaten begrüßten den Prinzen von Wales im
') Brasset an Semen, 5. November 1648. Groen.
2 ) Paris, 24. .Tuli 1648. Original. Zerbst. A 7 b Nr. 93. Staats-sachen, Frankreich betr. 1634 50.
3 ) Urkunden mul Aktenstücke zur Geschichte des KurfürstenFriedrich Wilhelm von Brandenburg. Bd. 4. (s. oben).