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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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würden, wenn wir einen schimpflichen Frieden schlössen,,wo wir in der Lage sind, den Krieg mit Aussicht aufErfolge fortzuführen, und daß, wenn wir in Dingen nach-gegeben haben, auf die wir uns mit Recht steifen konnten,dies weder aus Schwäche noch aus Furcht geschah,sondern weil Ihre Majestäten stets gesonnen waren, derChristenheit die Ruhe wiederzugeben . . . Wenn dannbesagte Prinzessin Ihnen gesagt hat, die Spanier ließenden Herrn Prinzen von Oranien sondieren, er möge dasGeneralat über ihre Heere und die des Kaisers über-nehmen, so ist dies ein so grober Kniff, daß Sie sichmit Recht darüber mokieren 1 ). Was hat es denn füreinen Anschein, daß diese Herren, die jeden Stein inBewegung setzen, um mit dem englischen Parlamente eineDefensiv- und Offensivallianz zu schließen, ihre Kräftein die Hand eines Prinzen legen wollten, dessen Schwieger-vater das Parlament in der jedermann bekannten Artbehandelt! Daraus können Sie ermessen, daß Sie alleUrsache haben, den Yorspiegelungen zu mißtrauen,welche diese Prinzessin Ihnen macht, und zu glauben,daß das Herz anders denkt als die Zunge spricht.

La Thuillerie erwiderte am 10. März 2 ):Ich kannmich nicht genug verwundern, daß die Räte des HerrnPrinzen von Oranien gestatteten, daß ihm durch einenSondervertrag Geschenke gemacht werden. Er meinte,der ganze Nutzen dieses Vertrages liege bei Spanienanstatt bei der Republik; Knuyt und Pauw könntensich nun gegen den Vorwurf der Bestechung und desEigennutzes darauf berufen,man habe ja nichts Bösesdarin gefunden, daß der Herr Prinz von Oranien separatfür sich selbst unterhandelt und daß seine Frau Mutter,

) Mit Unrecht, denn Spanien machte wirklich ähnliche An-erbietungen.

2 ) Haag. Groen.