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zu kaufen *). Der erbitterte Widerstand der mächtigenStaaten von Holland gegen den talentvollen und ehr-geizigen jungen Prinzen von Oranien war für Spanienein wertvoller Bundesgenosse. Holland suchte die Machtdes Statthalters, die in der letzten Regierung gestiegenwar, wieder ganz zu entkräften und Wilhelm zumFrieden mit Spanien zu zwingen, umsomehr, da ihndie Erbeutung kriegerischen Lorbeers zu bedenklicherPopularität bringen konnte. Als Amalie nach Spa insBad ging, wo sich der spanische Bevollmächtigte zumFriedenskongresse, Graf Peneranda, befand, sagte sie,man könnte dies für ein Stelldichein halten, doch liegeihr nichts an diesem Verdachte, ihre Gesundheit sei ihrzu lieb, um sich darum zu genieren; und Servien be-grüßte ihre Abreise mit Freude, da sie allein seiner An-sicht nach „im Haag, aus übermäßigem Ehrgeiz und ausHabsucht, seitdem ihr Mann schwach ward, alle Dingein Verwirrung gebracht habe 2 )“. Am 18. Juli schreibter an Brienne 3 ) im Anschlüsse an das ZusammentreffenAmaliens mit Peneranda und Castel-Rodriguez in Spa:„Sie legt großen Wert darauf, viel Leute mit sich zunehmen, um ihren Hofstaat zu vergrößern. Würde diegute Dame mit dem gebührenden Respekte die Absichtihres seligen Herrn Gemahls und seine steten Bemü-hungen um die Erhaltung der Union zwischen Frankreichund dem hiesigen Staate in Betracht ziehen und würdesie so viel Neigung zur Befestigung und zu den Inter-essen ihres Sohnes hegen, wie sie Ehrgier und Habsuchthat, so würden die öffentlichen Angelegenheiten indiesem Lande, in die sie sich mehr als sie sollte ein-mischt, viel besser stehen. Man glaubt, daß die
') An Mazarin, Haag, 28. Mai 1647. Groen.
-) Servien an Brienne, 4. Juli 1647. Groen.
3 ) Ebenda.
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