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Gleichzeitig hatte Servien mit dem Prinzen Wilhelm zukämpfen, der „außerordentlich gereizt darüber war, daßman ihn zum Lohne dafür, daß er sich Frankreichs Inter-esse bis zur Yerfeindung mit Holland angeschlossen habe,jetzt entehren und als Null behandeln wolle“. Wilhelmdrohte, sich nicht mehr um die Geschäfte bekümmern zuwollen, die dann wohl rasch ins spanische Fahrwassertrieben, doch gelang es Servien, ihn zu beruhigen, „unddie Freude leuchtete von AYilhelms Antlitz,“ als er er-fuhr, daß es mit der Schiedsrichterei seiner Mutternichts sei. Servien sah, daß Wilhelm durchaus dieFortsetzung des Krieges wünschte. „Die Mutter,“ soschließt er den langen Brief vom 27. Mai, „ist offenauf der Partei Spaniens engagiert; nichtsdestowenigermöchte sie Frankreich nicht zum erklärten Feindehaben. Darum wollte sie gern, bei aller Begünstigungder Spanier, uns, wenn möglich, nicht offen verstimmen.Sie läßt heimlich gegen uns agieren, sobald man sichnicht an sie wendet, und hat die Macht zu schaden . . .sie übt eine unerträgliche Tyrannei aus und bildet sichein, wir seien zu glücklich, wenn wir ihre Indifferenzerkauften, denn sie beansprucht ungerechterweise Be-lohnungen, weil sie von einem Teil der Übel, die sieuns bereiten könnte, Abstand nimmt.“ Servien hattesich so ausführlich und breit ausgesprochen, um seinemHofe zu erklären, wie schwer es sei, im Haag vorwärtszu kommen: beständiger Stimmungswechsel, Uneinigkeitunter den Stimmführern, Mißtrauen auf alle Welt, Ab-neigung der maßgebenden Kreise gegen Frankreich,Wilhelms Kriegslust und last not least Amaliens In-triguen! Und dabei sparte Spanien sein Geld nicht, esbestach und bekehrte seine ärgsten Feinde zu rührigenFreunden. Servien riet, es ebenso zu machen, und zumBeispiel den einflußreichen Bicker nebst seinem Bruder