zu; eines der geringsten davon war, es erhelle ganzklar, daß wir keinen Frieden wünschten, sie wolle allenihren Freunden zu wissen geben, daß wir sie und diesegetäuscht, und es sei wohl begründet, wenn jedermannEure Eminenz und mich anschuldige, wir allein hieltendie Christenheit im Gewirre. Ich sah mich zu er-widern genötigt, es gebe keine Gutdenkenden, die dieseMeinung hätten, ich selbst sei nur ein untergeordneterMinister und suche keinen andern Ruhm, als die treueErfüllung der Befehle der Königin, die mir die Ehre er-weise, mit meinen Diensten zufrieden zu sein; EureEminenz aber verdiene keine derartige Behandlung, dassei ein schlechter Lohn für Ihre unablässigen Bemü-hungen zur Beförderung des Friedens, für den meinesWissens niemand so viel gearbeitet habe wie EureEminenz; und ich hätte diese Reden nicht aus demMunde einer Person erwartet, der Eure Eminenz Ihre Ehr-furcht und Dienstwilligkeit so sehr bewiesen haben. Alldies verhinderte nicht, daß der Zorn ihren Augen Tränenentlockte, was mich auf die Meinung brachte, ihr Mißver-gnügen rühre ohne Zweifel anderswo her als von demzwischen uns Erlebten, was doch keinen so großenZorn verdiente. Ich gab mir alle erdenkliche Mühe,sie zu beruhigen, damit sie nicht alle die schlechtenDienste, die sie mir angedroht hatte, erweise. Ich gabihr zu verstehen, es habe keine Änderung weder inmeinem Benehmen noch in meinen Reden stattgefundenund, da die auftretenden Schwierigkeiten nicht von mirausgingen, sei es nicht gerecht, sie mir in die Schuhezu schieben. Sie gab sich den Anschein, beschwichtigtzu sein, und wir trennten uns leidlich, aber noch andemselben Tage ließ sie durch ihre Vertrauten ver-breiten, ich habe sie betrogen und man müsse sichnicht auf die Franzosen verlassen . . .“
Kleinsclimidt, Amalie von Oranien.
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