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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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im Gegenteil glauben, daß sie über das, was ich Beidensagte, sich zusammen besprächen, was mich stets genötigthatte, Beiden gegenüber in großer Reserve zu bleiben.

Vor einigen Tagen nun schlug man mir von seitender Herren Staaten vor, man solle, um die über denGarantievertrag sich erhebenden Differenzen zu been-digen, sich dem Urteile der Frau Prinzessin von Oranienhierin unterziehen. Ich erachtete anfangs diesen Vor-schlag für um so gefährlicher, als der, welcher ihn machte,mir gestand, derselbe stamme von der Frau Prinzessinvon Oranien selbst, welche, um sich beiden Parteienwertvoll zu machen, die Übertragung dieser Ehre an sieaußerordentlich wünsche. Ich bat denjenigen, der mirdiese Eröffnung machte, um Bedenkzeit bis zum folgen-den Tage, um mit allen hiesigen Dienern des Königsdarüber beraten zu können. Je mehr ich iiberelgte,desto mehr Unzuträglichkeiten fand ich dabei. Wennman den Schiedsspruch dieser Fürstin, den sie leiden-schaftlich begehrte, völlig zurückwiese, würde dies siebeleidigen und ihr Anlaß geben, überall zu sagen, wiesie es sonst schon getan hat, wir wollten keinen Frieden,und ihren Kredit offen gegen uns einzusetzen, um denhiesigen Staat, der alsdann seine letzten Erwägungenfür die Negotiation in Münster machte, dahin zubringen, mit Spanien separat zu unterhandeln; derartalle Interessen des Königs der Gnade und Ungnadeeiner verdächtigen und bei der feindlichen Partei offen-kundig interessierten Persönlichkeit zu übergeben, ohneBefehl oder Erlaubnis von Ihren Majestäten dazu zuhaben, glaubte ich nicht tun zu können und auch nichtzu dürfen, bevor ich nicht alle möglichen Vorsichtsmaß-regeln ergriffen hätte. Nachdem ich alle diese Schwie-rigkeiten wohl erwogen, ließ ich deshalb der FrauPrinzessin von Oranien durch ihren Abgesandten sagen,