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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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Luxembourg im Kleinen (im Yergleicli mit RubensBildern von Maria von Medici im Luxembourg zuParis). Trotzdem Iluygens, Campen und Iiontliorst sievielfach berieten, gab Amalie dem Ganzen den leitendenGedanken; Friedrich Heinrich sollte als Held und Über-winder aller Feinde dargestellt werden, er besiegteLaster, Krankheiten, Leiden wie Lande und Yölker, erverschaffte der Republik die europäische Anerkennungihrer Freiheit im westfälischen Frieden. Waren dieMaler ohnehin eifrig, den beliebten Prinzen zu feiern,so trieb Amalie sie immer zu noch rascherer Arbeit an,sie konnte ihre Ungeduld kaum zügeln, bis das Ehren-denkmal ihres Gemahls fertig war, und dies muß mancheFlüchtigkeit an den ungeheuren Gestalten, den Werkenkurzer Jahre, entschuldigen.

Pallas und Herkules stoßen die Türen auf, damitder Friedensengel eintreten könne; derselbe erscheintauch auf des Prinzen Bild, das ihn etwas verlegenund nüchtern darstellt. Die Hauptmomente aus desPrinzen Leben sind in großen Allegorien geschildertund Amalie hat mit den Künstlern die Entwürfe bis insDetail geprüft. Jakob Jordaens ist der größte unterihnen, den Rubensschülern, gewesen; von ihm ist dasHauptbild, der Triumph Friedrich Heinrichs; die andernBilder sind von Gerhard van Honthorst, Cäsar van Ever-dingen, van Thulden, Zoutman, de Bray, Grebber undLievens. Genaue Pläne des imposanten Raumes gibt dasLouise Henriette von Brandenburg gewidmete Werkdes oranischen Architekten P. PostDe Sael vanOrange, (Haag 1655) 1 ). In der Kuppel ist auchAmaliens Bild, im Witwenkleide, auf ihre Schöpfung

zaai.

) D. Teegens, Historische Studien. De sticliting' der Oranje-