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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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hebung fehlte; die sechs Passionsbilder gingen späterin die Düsseldorfer Galerie über und sind jetzt in derMünchener alten Pinakothek 1 ). Für die Vermittelungder Zahlung schenkte Rembrandt im Januar 1630Huygens ein Riesenbild, wahrscheinlich die BlendungSimsons, jetzt in der Schönborn-Galerie zu Wien. Nebendem Stadtschlosse im Nord-Ende begann Friedrich Hein-rich den Bau des Lustschlosses Huis ten Bosch hei demHaag; vor seiner Yollendung starb er. Seine Witwebeschloß nun den Hauptsaal zu seinem Gedächtnisse aus-zugestalten und verfügte schon im April 1647 den Bauder großen Kuppel über dem Empfangssaale; unterstütztvon Konstantin Huygens, schaute sie sich nach Künstlernum, welche die weiten Felder der Kuppel mit Allegorienvon Taten aus dem Leben des Verklärten bemalensollten, und Jakob van Campen, der bekannte Erbauerdes Amsterdamer Rathauses, entwarf die Pläne. Huisten Bosch wurde ein Muster des überladenen, etwasschwerfälligen Baustils der Periode und Amaliens Nameist mit dieser Schöpfung auf ewig verschmolzen. Durchkein anderes Faktum ist sie noch heute so allbekanntwie durch dies Landhaus mit dem Oranjezaal. DerMittelbau ist in weißen, die andern Teile in den landes-üblichen braunroten Steinen aufgeführt. In der Mittedes von einem schönen Parke umgebenen Baues erhebtsich der zwei Stockwerke hohe achteckige Saal, vonoben durch die Kuppel und von den Seiten beleuchtet,,die Wände sind an fünfzehn Meter hoch. Kolossal-Allegorien bringen Friedrich Heinrichs Leben zum Aus-druck und darum nennt Schnaase 2 ) den Oranjezaalein

*) Wilhelm Bode, Studien zur Geschichte der holländischenMalerei. Braunschweig 1883.

2 ) Karl Schnaase, Niederländische Briefe. Stuttgart undTübingen 1834.