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dem Tode des Grafen Heinrich von Nassau (s. oben)1640 war er auch Statthalter von Groningen und Drenthe,während Friesland seiner Begehrlichkeit entging. Eng-lands König verlieh ihm und dann seinem Sohne denHosenband-'Orden, der König von Frankreich betitelteihn seit 1637 mit „Hoheit“, und er nahm gewissermaßenPlatz unter den europäischen Souveränen *■); schon 1630wurde sein Söhnchen Wilhelm zum Nachfolger in allenseinen Würden ernannt.
Die Kesultate des Feldzuges von 1642 waren nichtbedeutend; nur verhinderte Friedrich Heinrich die Ver-einigung der Heere Spaniens und des Kaisers. Richelieustarb, Mazarin wurde sein Nachfolger als leitender Mi-nister; Ludwig XIII. starb und die Königin-RegentinAnna (von Oesterreich) wandelte trotz ihrer spanischenSympathien den Weg beider Kardinale. Sie bestätigteden mit den Generalstaaten erneuerten Subsidienvertragund beide Mächte wollten abermals die spanischenNiederlande angreifen. Friedrich Heinrichs Versuchgegen Hulst mißglückte, während die Franzosen unterdem großen Conde die Spanier bei Rocroi am 19. Mai1643 glänzend schlugen: die spanische Infanterie, bisdahin für die beste der Welt geltend, erholte sich niemehr von diesem Schlage! In diesem Feldzuge zeich-nete sich der junge Wilhelm hervorragend aus, und dasArchiv in Zerbst bewahrt einen Brief an seine Mutterauf, den ich hier einfüge 2 ):
„Madame!
Son Altesse avec toutte l’armee partirent hier aumatin du village de Senentert est (sic!) l’armee s’em-
') Theodor Wenze lbur ger, Geschichte der Niederlande,Band 2, Gotha 1886.
2 ) Original. Adressiert „A Madame a Bueren“, rot gesiegeltmit gekröntem W. A. 7 b Nr. 125.