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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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Protestant, begleitete den Prinzen Wilhelm zur Hochzeitnach England, wobei ihm eine Galanterie für LouiseHenriette fast das Leben kostete, und lebte dann amHofe Friedrich Heinrichs, in Louise Henriette sterblichverliebt. Seit 1640 machte er die Feldzüge gegenSpanien mit, wurde Kapitän und nach zwei MonatenOberst in einem Reiterregimente, tat sich 1641 bei derEinnahme von Gennep an der Maas hervor und machtesich durch Duelle gefürchtet 'j. Tarent schlug diereiche Hand von Mademoiselle de Rohan, der Erbtochterdes gefeierten Herzogs Henri, des Hauptes der Huge-notten, aus, weil er sich von Louise Henriette wiedergeliebt wußte, und letztere schwur ihm, „sie würde,ungeblendet durch die großen Namen des Prinzen vonWales und des Kurfürsten von Brandenburg, nur ihnheiraten.“ Die Politik fragte aber nicht nach denWünschen der Liebenden. Wir werden bald AVeiteresdarüber hören.

7. Kapitel.

Der Krieg gehl zu Ende.

Macht und Ansehen Friedrich Heinrichs waren gewal-tiger als je bei einem Statthalter der Republik vor undnach ihm; er war Generalkapitän und Generaladmiral,seit 1634 erster Edler der Provinz Holland, leitete dieauswärtige Politik fast unbeschränkt und wurde von denGeneralstaaten wie von den Staaten von Holland, dievor allen entscheidenden Einfluß hatten, mit Repräsen-tationsgeldern, Feldzulagen usw. reichlich bedacht. Seit

’) Die Memoiren Dohnas (s. oben) berichten auch von einem zuPferde ansgefochtenen Degenduelle mit dem Prinzen Radziwill 1642,und Prinz Wilhelm schreibt am 2. Mai 1641 aus London seinem"Vater von einem durch ihn verhüteten Duelle Tarents mit demGrafen Heinrich von Nassau-Siegen (s. oben). [Groen.]