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England und gab seiner Mutter, der Burggräfin Ursula,wiederholt Nachricht 1 ). Auch über die merkwürdigeArt, wie man die Ehe Wilhelms mit Maria zum Scheinevollzog, konnte er die beste Auskunft geben, wie Aerssens-Sommelsdyck am 15. Mai dem Prinzen von Oranienschrieb, als er ihm davon berichtete: Das Paar zu Bett,von Karl I. recht nahe aneinander geschoben, Maria aberin einem bis zu den Füßen zugenähten Hemde, ein Ge-tändel von anderthalb Stunden und dann Ade! Karlschien übrigens viel Gefallen an seinem Schwiegersöhnezu finden und seine Söhne, besonders der Prinz vonWales, waren rasch mit ihm gute Freunde. Wilhelmberichtet ebenfalls dem Yater über seine Brautnachtund schließt also 2 ): „Um das Bett waren die Königinund alle Damen; nachdem ich einige Zeit darin gewesen,ging ich in ein andres dazu hergerichtetes Zimmer, umzu schlafen; dahin kamen König und Königin, um michim Bette zu sehen, und sagten mir guten Abend; sotrug sich alles an diesem Tage zu.“
Man hätte gern die junge „Frau“ baldigst nachHolland gebracht, auch ihre Mutter hätte bei dieserGelegenheit England gern verlassen, doch war MariaStuart zu jung, zu zart und noch unwohl. Wilhelm waranfangs sehr zeremoniell mit ihr, aber bald regte sichdie Neigung und schon am 17. Mai gestand er demYater: „Wir sind jetzt sehr frei miteinander; ich findesie viel schöner als das Bild; ich liebe sie sehr und ichglaube, sie liebt mich wieder.“ Das Königspaar schriebFriedrich Heinrich die schmeichelhaftesten Briefe überseinen Sohn, dasselbe taten Graf Warwick, Graf Arundelu. a., als Wilhelm, von der holländischen Werbegesandt-
*) Memoires du Bnrgrave et Comte Frederic de Dohna (s. oben).
2 ) 17. Mai 1641. Groen.