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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
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nicht zurückhalten und war so von ihr eingenommen,daß er dem Yater schrieb *), sie sei schöner als ihr Bildvon van Dyck. Alle Herzen flogen ihm zu, von allenSeiten beglückwünschte man seine Eltern zu diesem Er-folge inmitten der durch Straffords Prozeß, die Wirrenin Schottland und so viele andre Schicksalsschläge wild-bewegten Gesellschaft. Wie wußte er aufzutreten, seineWorte zu setzen, seine ganze Grazie spielen zu lassen!Robert Rieh, Graf Warwick, der große Puritanerfreund,schrieb an Amalie, ihr Sohn sei ein vollendeter Kavalierund habe das ganze Land erobert 2 ). Wilhelm sah täg-lich seine Braut und ihre Familie und am 12. Mai fanddie Hochzeit in Whitehall statt. Nicht die Liebe, son-dern die Politik schloß diese Ehe, die Revolution rüt-telte bereits am Throne der Stuarts und das Königspaarsuchte durch den Einfluß des Statthalters Friedrich Hein-rich die Hilfe der Generalstaaten gegen die Rebellenim Lande zu gewinnen; anderseits erhöhte die Vermäh-lung des Prinzen Wilhelm mit der Königstochter dreierReiche das Ansehen des Hauses Oranien in der euro-päischen Staatenwelt und in der holländischen Republikselbst. Mit Prinz Wilhelm war Burggraf Heinrich zuDohna-Schlobitten, der in Holland seine Kriegsschuledurchgemacht hatte, seit 1634 erzogen worden, aberauch andre Mitglieder seiner Familie dienten in Holland,voran sein älterer Bruder Christian Albrecht, wie erein Neffe Amaliens. Letzterer war, wie Wilhelms Er-zieher Rivet, mit der Gesandtschaft der Generalstaaten,der sein Schwiegervater Brederode angehörte, jetzt in

') London, 2. Mai 1641. Groen. König Karl hatte ihn vor-bereitet und ihm gesagt, er werde Maria* ganz gelb und vom Malergeschmeichelt- finden, sodaß er wohl Reue bekommen werde. Diesberichteten die Gesandten am 2. Mai an Friedrich Heinrich. Groen.

! ) Ebenda, ohne Datum.

Kleinsclimidt, Amalie von Oranien.

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