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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
Entstehung
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uns nur durch die Ohren Übel antun können, versprecheich Ihnen, die ineinigen sollen denselben niemals offenstehen.

Bei dieser Verbindung mit Richelieu berührte esAmalie und Friedrich Heinrich sehr peinlich, als Riche-lieus Feindin, die verbannte Königin-Mutter Maria vonMedici, im Haag eintraf. Prinz und Prinzessin vonOranien begrüßten sie in Bolleduc; vor Marias Augenentfaltete sich der ganze Glanz des oranischen Hofes;derselbestach, wie Dohnas Memoiren besagen,mehrals jeder andere in Europa den Pomp Frankreichs aus;er war voll von Fürsten, großen Herren und Generalen,kurz von allerlei Art verdienter Männer, denen diesergewandte Prinz und diese gewandte Prinzessin Be-wunderung abnötigten. Amalie kam der Besuch, wiegesagt, sehr ungelegen, sie wußte sich nicht zu helfenund wandte sich au Aerssens, der hinwider, selbst ratlos,am 26. August an Friedrich Heinrich ins Lager schrieb,wohin sich derselbe begeben hatte. Amalie begleiteteMaria durch die holländischen Gebiete, von Iieenvliet(s. unten) unterstützt. Ihr Gemahl schickte Knuvt anden Kardinal, um für Maria zu intervenieren, und em-pfahl ihn durch Briefe vom 14. und 17. September; dieVerhandlungen führten jedoch zu nichts, denn Mariaging auf die Bedingungen ihres Sohnes, Ludwigs XIII.,nicht ein, sondern reiste zur Freude der Oranier nachEngland ab.

5. Kapitel.

Die Heirat des Prinzen Wilhelm.

Während ihres Aufenthaltes in Holland hatte KöniginMaria eine Heirat des jugendlichen Sohnes von FriedrichHeinrich und Amalie, Wilhelm, mit ihrer Enkelin, einerTochter König Karls I. von England, eingeleitet, die