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Rat Friedrich Heinrichs, berichtete ihr am 8. Juni ausHerlissom über den Verlauf des Feldzugs und sprachseine Hoffnung aus, „der Prinz werde siegreicher heim-kehren, als jemals ein Fürst in der Christenheit“; vonder Gesundheit desselben konnte er der zärtlich be-sorgten Gattin das Beste melden 1 ). Daß Amalie immermehr auf die Politik einwirkte und daß sie oft Aerssensum Rat frug, berichtete Charnace am 2. Februar 1637an Richelieu. Aerssens stimmte völlig mit dem Kardinaleüberein; er sah in ihm mit Recht den größten Staatsmannder Zeit; er bekämpft^ Spanien und die Arminianer in Hol-land, die Unterwühler jener Einheit und Ordnung, welchedie Union von Utrecht zum Heile des Landes geschaffenhatte. Sein Ziel war die Demütigung Spaniens unddie Erreichung eines auf der Interesseneinheit der Staatenmit Frankreich und mit Richelieus Politik begründetenReligionsfriedens; an Frankreich hielt er bis zum Tode(Endo 1641) fest. Charnace betrieb eifrig die Belage-rung von Dünkirchen, dann aber änderte FriedrichHeinrich seinen Feldzugsplan und warf sich gegenBreda, dessen Befestigungswerke, die Arbeit seinesBruders Moritz, für uneinnehmbar galten; Charnaceführte selbst als Oberst ein französisches Regiment. Alser hierbei Anfang September 1637 seinen Tod durcheinen Musketenschuß fand, verlor das Haus Onanien inihm einen seiner tätigsten und besten Verteidiger, wieAerssens dem Prinzen Friedrich Heinrich schrieb, der1636 die Schenkenschanze und am 10. Oktober 1637 Bredaeinnahm. Während der Feldzug nicht so glücklich ver-lief, wie man anfänglich vermutet hatte, lag den Franzosenalles daran, Amalie auf ihrer Seite zu halten, und daman wußte, daß sie Geschenken nicht unzugänglich war,
') König!. Hausarcliiv. Haag.