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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
Entstehung
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am 13. Januar 1631 einen Subsidientraktat geschlossen,jetzt, 1633, sollte er ein französisch-holländisches Bünd-nis gegen Spanien herbeiführen 1 ). Richelieu, welcherimmer die Interessengemeinschaft seines Vaterlandes undder Niederlande im Auge hielt, empfahl Charnace be-sondere Rücksichten gegen Friedrich Heinrich undAmalie, und Charnace erkannte bald, wie wichtigAmaliens Einfluß und Freundschaft für Frankreich seinwürde.Sie hat, so schrieb er heim,eine ungeheureMacht über den Gemahl. Ich fürchte sie außerordent-lich ; man erkennt augenscheinlich bei ihr die Abneigungfür das, was uns berührt. Es stellten sich vieleSchwierigkeiten dem Unterhändler entgegen, alle Be-suche und Versuche bei Friedrich Heinrich und Amalie,die Charnace täglich sah, schienen keinen Erfolg zufinden, und so griff der Baron zu einem Theatereffekte:er stellte sich, als wolle er abreisen, bezahlte alle Rech-nungen und ließ in Rotterdam ein Schiff rüsten. Dieswirkte und am 23. Januar 1634 konnte Charnace nachVersailles melden:Die Frau von Oranien ist ebensopassioniert für den König und den Herrn Kardinal, wiesie dagegen gewesen war. Am 15. April 1634 wurdedie französisch-holländische Allianz im Haag auf 7 Jahreerneuert und Ludwig XIII. versprach, jährlich 2 300 000Livres Subsidien zu zahlen. Zwischen Amalie und ihrereinstigen Herrin, der Witwe des Winterkönigs, ElisabethStuart, herrschte seit lange Eifersucht; jetzt riet ihrAmalie, sie solle nicht länger auf britischen Schutzrechnen, sondern sich und ihre Kinder unter den SchutzLudwigs XIII. stellen, und äußerte sich sehr feindlich

') M. Cf. de Boer, Die Friedensnnterhandlungen zwischenSpanien und den Niederlanden in den Jahren 1632 und 1633. Gro-ningen, 1898.