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Amalie von Oranien, geb. Gräfin zu Solms-Braunfeld : ein Lebensbild
Entstehung
Seite
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Jahre zu erneuern und eine Million Livres jährlich zuzahlen.

Was taten nun die Staaten? Sie verweigerten ihreRatifikation aus Furcht, in einen Krieg zwischen Frank-reich und Großbritannien verwickelt zu werden, undAerssens kehrte, nachdem er sich noch vergebliche Mühegegeben, etwas zu erreichen, 1629 ohne Ergebnis nachdem Haag zurück. Die Staaten waren nun in großerKot, Spanien und der Kaiser bedrohten sie mit Heeres-macht, Dänemark wurde am 6. Juni 1629 zum Friedengezwungen und Ende Juli rückten die feindlichen Truppenunter dem großen Grafen Montecuculi und dem GrafenHeinrich von Bergh sieghaft bis Amersfoort in die Nähevon Amsterdam vor. Die Einnahme Wesels durch dieHolländer (August 1629) erhöhte ihr Ansehen in derAVelt bedeutend. Die spanische Flotte versuchte spätereine Landung, aber die Holländer vernichteten sie naheder Insel Tertolen (Tholen) im Durchgänge „t’Slaek“am 12. September 1631 und das Land jubelte auf. AusBueren (Buren) schrieb Amalie am 16. d. M. höchst huld-voll an Huygens, der ihr die Hachricht gesandt, und erbatnähere Auskünfte; sie dankte Gott für die Gesundheitihres Gemahls und wünschte, „er möge noch lange Jahreleben, um oft bei ähnlichen Anlässen Grund zum LobeGottes zu haben“.

Spanien machte Anstalten, sich den Staaten zunähern, die Statthalterin Isabella in Brüssel war in diesemSinne tätig und Holland, Geldern, Overyssel und Utrechtwaren für ein solches Abkommen. Friedrich Heinrichhingegen und Frankreich widersetzten sich demselben,durch einen neuen Traktat vom 19. Juni 1630 verbündet.Die französische Regierung sandte einen ihrer bestenDiplomaten, Ilercule, Baron de Charnace, nach demHaag; er hatte mit Gustav II. Adolph von Schweden